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Ski AlpinMayer siegt in Kvitfjell: "Es war eine super Saison"

Matthias Mayer hat die Abfahrt von Kvitfjell vor Aleksander Aamodt Kilde und Carlo Janka gewonnen. Es war die letzte in diesem Winter.

Matthias Mayer siegte in Kvitfjell
Matthias Mayer siegte in Kvitfjell © GEPA pictures
 

Matthias Mayer hat die Abfahrt von Kvitfjell vor dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde und Carlo Janka (SUI) gewonnen und sich somit den dritten Platz im Disziplinen-Weltcup geholt. Da stand der Schweizer Beat Feuz schon zuvor als Sieger fest, Zweiter ist der Deutsche Thomas Dreßen. Feuz wurder Vierter: "Das Podest wäre schön gewesen, das war das Ziel, aber wenn man die kleine Kugel gewinnt, kann man das besser verkraften."

Aufgrund der Absage des Weltcupfinales von Cortina endet der Abfahrstweltcup mit diesem Rennen. Die kleine Kristallkugel bekommt Beat Feuz dennoch überreicht. Dabei hatte die FIS die Kugeln gar nicht mit nach Norwegen genommen. Der internationale Verband hat sich kurzerhand eine von Henrik Kristoffersen ausgeborgt und diese wird symbolisch an den Schweizer übergeben. Kristoffersen ist auch am Sonntag nicht dabei - er wird in Kranjska Gora  (14./15. 3) wieder dabei sein.

Im Gesamtweltcup übernahm Kilde wieder die Führung, liegt nun 54 Zähler vor dem Franzosen Alexis Pinturault, der in der Abfahrt nicht in die Top 30 kam, und 161 vor seinem Landsmann Kristoffersen, der auf ein Antreten in Kvitfjell verzichtete und damit bereits am Sonntag nach dem Super-G aus dem Rennen sein könnte, da dann nur noch Riesentorlauf und Slalom in Kranjska Gora folgen.

Technikspezialist Pinturault hat sich in der Abfahrt  versucht, da er dringend Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup braucht. Der Franzose schwang als 30. ab - das würde gerade einmal einen Punkt bedeuten, doch auch der war nach Fahrer Nummer 39 (Klemen Kosi aus Slowenien) weg. Unterdessen übernahm Kilde die Führung im Gesamtweltcup vom Franzosen. Heute beginnt das Spiel wieder.

Das Rennen

Die erste ganz große Richtzeit hat  Aleksander Aamodt Kilde in den Schnee gezaubert. Der Norweger ging mit Nummer drei ins Rennen und zeigte im Sonnenschein eine sehr starke Fahrt. Auch Vincent Kriechmayr, der als erster Österreicher (Startnummer 5) ins Rennen ging, konnte den "Elch" nicht von der Spitze verdrängen. Zu viele kleine Fehler kosteten Zeit, Kriechmayr hat aber am Sonntag beim Super-G wieder alles Trümpfe in der Hand. Durch den Rückstand auf Kilde hat Kriechmayr aber auch das Rennen um Platz drei im Abfahrst-Weltcup verloren. Da stand Beat Feuz schon zuvor als Sieger fest - zum dritten Mal in Folge. Der Eidgenosse war im ersten Abschnitt noch schneller als Kilde, verlor aber bis zum Ende 29 Hundertstel. Unterdessen erklärte Speedspezialist Johannes Kröll seinen Rücktritt.

Reaktionen

Matthias Mayer: "Ich wollte es mal so probieren, wie es Feuz sonst immer tut. Blufferkönig bleibt aber der Feuz. Meine Abfahrtssaison war sehr gut und konstant. Es hat nur in Beaver Creek nicht funktioniert und in Garmisch, wo ich nicht am Start war. Es war eine super Saison."

Aleksander Aamodt Kilde (über Mayer): "Eine gewaltige Fahrt, von oben bis unten so flüssig. Ich habe den Sieg schon gewollt, aber er ist ein bisschen zu stark gefahren."

Beat Feuz: "Das Wichtigste ist, dass es mit der dritten Kugel geklappt hat, das ist sehr speziell, dreimal in Folge gelingt auch nicht jedem. Ich bin stolz drauf. Ich bin vielleicht nicht der absolute Siegfahrer, andere haben gleich viele oder mehr Siege, aber die Konstanz hat mich ausgemacht."

Nach dem Klassenprimus ging Max Franz (Startnummer 10) auf die Piste. Er verlor aber schon im ersten Abschnitt zu viel Zeit, kam nicht in Fahrt und der Rückstand wuchs bis ins Ziel auf 2,36 Sekunden an. Daniel Danklmaier verlor wie Franz im oberen Teil ein paar Meter in der Linie und schleppte diesen Fehler lange mit. Im unteren Teil konnte er den Verlust in Grenzen halten und platzierte sich vor Kriechmayr. Direkt nach dem Steirer ging der Doppelolympiasieger ins Rennen und Matthias Mayer konnte als einziger Fahrer im oberen Teil mit Kilde mithalten und hielt eine enge Linie. Er hatte einen schnellen Ski und ging in Führung. Am Sonntag kämpft er noch um die kleine Kugel und da sagt Mayer: "Aus meiner Sicht muss ich gewinnen, sonst geht es sich nicht aus." Mit seiner Fahrt hat der Kärntner Kilde nicht nur vom Tagespodest verdrängt, sondern auch aus den Top drei im Abfahrts-Weltcup. Da lautet die Reihung: Beat Feuz vor Thomas Dreßen und Matthias Mayer.

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