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Nach KreuzbandrissKrankenpfleger dachten, Hannes Reichelt sei ein Skitourist im Rennanzug

Skirennläufer Hannes Reichelt will nach seinem am Samstag in der Bormio-Abfahrt erlittenen Kreuzbandriss ein Comeback in Angriff nehmen. Die Stunden nach seinem Sturz verliefen alles andere als optimal.

Hannes Reichelt, Karl Golser
Hannes Reichelt mit seinem behandelnden Arzt Karl Golser © GEPA pictures
 

Skirennläufer Hannes Reichelt will seine Karriere nicht mit einer Verletzung beenden. Der 39-Jährige wird nach seinem am Samstag in der Bormio-Abfahrt erlittenen Kreuzbandriss ein Comeback in Angriff nehmen. "Den Umständen entsprechend geht es mir ganz gut. Ich warte mal die Reha ab, aber mein Ziel ist, 2021 in Cortina am Start zu stehen", sagte der Salzburger auf einem Medientermin in Innsbruck.

Aus medizinischer Sicht ist eine vollständige Rehabilitation möglich. "Es ist eine komplexe Knieverletzung und wir haben 30 bis 40 Prozent des Meniskus entfernen müssen", sagte Karl Golser vom Sanatorium Kettenbrücke Innsbruck, der den Athleten operiert hatte. Reichelt hatte sich im rechten Knie das vordere Kreuzband, die äußeren Bänder sowie den Meniskus außen und innen komplett gerissen, auch Knochenteile rissen aus.

Hannes Reichelt
Hannes Reichelt Foto © GEPA pictures

Reichelt erklärte, dass er wegen schlechter Sicht einen kleinen Hügel übersehen habe und dadurch zu Sturz kam. "Ich habe sofort nachgelassen, ich hatte gleich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt", schilderte er den Moment.

Nachdem der Skistar in Alta Valtellina in das Spital Sondalo eingeliefert worden war, dachten die Krankenpfleger, dass das Unfallopfer ein Skitourist in einem Rennanzug sei. Reichelt: "Das war schon ein bisschen komisch, dass die Kommunikation zwischen dem Helikopter und dem Krankenhaus so schlecht war." Es dauerte lange, ehe Reichelt in Innsbruck war und am Samstagabend eine MRT-Untersuchung durchgeführt wurde. Die Operation erfolgte am Sonntag.

Reichelt will sich mit der Rückkehr in den Ski-Weltcup Zeit lassen, aber bei den Weltmeisterschaften 2021 in Cortina d'Ampezzo mit dabei sein. "Ich bin bis jetzt immer stärker aus meinen Verletzungen zurückgekehrt", sagte der Gewinner von 13 Weltcuprennen.

Der Super-G-Weltmeister von 2015 musste sich 2019 mit mehreren Problemen herumschlagen. Erst im Oktober und damit knapp vor Saisonstart stellte die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Ermittlungen im Rahmen der "Operation Aderlass" gegen ihn ein. Die Vorwürfe eines ehemaligen nordischen Servicemannes, wonach Reichelt über einen ehemaligen österreichischen Langlauftrainer Dopingmittel bezogen hätte, bestätigten sich nicht. Der Athlet hatte stets seine Unschuld bekräftigt, aber sehr unter den Anschuldigungen gelitten.

Meine Frau hat mit unserem Sohn schon genug zu tun, da braucht sie nicht noch einen Patienten zu Hause.

Hannes Reichelt

"Außer der Geburt von meinem Sohn Niklas war 2019 ein Scheiß-Jahr", stellte Reichelt daher fest. Über Silvester muss er wegen der Schmerzen noch im Krankenhaus bleiben. "Meine Frau hat mit unserem Sohn schon genug zu tun, da braucht sie nicht noch einen Patienten zu Hause." Einen Tag nach Reichelt stürzte in Bormio Christopher Neumayer im Kombi-Super-G, riss sich das vordere Kreuzband im linken Knie und zog sich eine Impressionsfraktur des Schienbeinkopfes zu. Die beiden ÖSV-Sportler liegen als Zimmerpartner im Spital.

Kommentare (31)

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Autschal
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Das zweite Kapperl

gleich neben liegen zur nächsten Pressekonferenz. Ist schon ein Stress im Krankenstand. Das bleibt natürlich einem Normalo erspart.

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Kormoran
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Headline

da wird wohl wieder ein Nebensatz von Reichelt zur Überschrift umfunktioniert und fertig ist der Aufreger fürs Volk...
Gute Besserung dem Patienten, hoffe er erholt sich und wird für Cortina noch mal richtig fit!

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zyni
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Gerade aus der Narkose erwacht,

muss er schon wieder Werbeauftritte für seine Sponsoren erfüllen. Brutales Geschäft.

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Kormoran
2
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das ist der Preis

den man dafür bezahlt. aber er wird sicherlich gut bezahlt, also alles halb so schlimm.

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unterhundert
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Für heuer Reicht's!

Soviel Gehässigkeit auf einer Seite, Leute, Ihr könnt einem leid tun.

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Sibanac
0
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Für heuer

Reichelt‘s 😉

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smithers
0
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das ist nur

natur pur!

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bobbybrown
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Krankenpfleger behandeln alle gleich!

Und das ist richtig so!
Sie bekommen ja auch für alle Patienten gleich viel bezahlt, nicht so wie die Ärzte🤨

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rebuh
7
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Krankenpfleger ist maximal für den Transport vom Behandlungsraum ins Zimmer zus.

Um nach Innsbruck zu gelangen waren sicher genug wichtige- oder zumindest solche die sich dafür halten- vom ÖSV vor Ort!

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gerbur
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Rennanzu genügt nicht

er hätte auch an einer red bull Dose nuckeln müsse um als Rennfahrer erkannt zu werden.

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Kormoran
5
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Reichelt

ist halt nicht Red Bull gesponsert.

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bianca50
11
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Warum bevorzugte Behandlung?

Auch für einen Herrn Reichelt soll es keine Extrawurst geben. Sogenannte normale Patienten müssen oft stundenlang warten bis sich ein Arzt blicken lässt. Daher verstehe ich seine Jammerei nicht. Ni

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levis555
2
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Wer jemals in einem italienischen Krankenhaus behandelt wurde,

der lernt wieder die österreichische 2-Klassen-Medizin, welche ja von allen Verantwortlichen abgestritten wird, zu schätzen.
Wenn man noch das übliche italienische Nord-Süd Gefälle hinzurechnet, verwandeln sich unsere Landeskrankenhäuser samt Personal in güldene Gefässe mit lauter Feen drin...

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ctsch
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Österreich

hat bereits eine 3!! Klassen Medizin. Wird aber vehement bestritten.

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MB75
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Zweiklassenmedizin

Wieso sollte man die Zweiklassenmedizin abstreiten? Gut, dass es sie gibt! Oder sollten etwa diejenigen, die bereit sind zusätzlich vorzusorgen oder selbst für gewisse Leistungen aufkommen, behandelt werden wie jene, die dafür nicht bereit sind?

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checker43
2
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In

einem öffentlichen Krankenhaus, ja. Wer will, kann ja in ein rein privates gehen.

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levis555
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Passiert doch täglich, jedes Mal, wenn ein Politiker oder Krankenhausmanager darauf angesprochen wird

Warum wohl, wenn es ja so einfach und klar ist, wie Sie schreiben?

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marobeda
100
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Wenn er schon wie ein Schitourist

gefahren ist, soll er er auch so behandelt werden. Oder?

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limbo17
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Na so was!

Hat der Star doch wirklich einmal warten müssen so wie jeder andere auch!
Abgesehen davon das ein Normalo gar nicht oder ewig nicht operiert wird!
Willkommen im normalen Leben Herr Reichelt!

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bluebellwoods
17
71
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Patient ist Patient

Da sollte es keinen Unterschied machen wer wie heißt oder wer welchen gesellschaftlichen Status hat. Mir ist es immer zuwider wenn jemand seinen "Promistatus" raushängen lassen muss und Personal, das einfach seine Arbeit macht, so runtermacht.

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brosinor
16
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na wenn schon....

....ich kenn die Typen auch nicht. Außerdem schauen die alle gleich aus.
Heißt es nicht: Patienten müssen behandelt werden ohne Ansehung der Person???
Ich weiß, die Realität schaut gegenteilig aus.

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tannenbaum
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Wähl

deine FPÖ, aber verschone uns mit deinen Kommentar!

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IlMaestroEder
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deineM

wenn schon

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Kormoran
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deinem FPÖ?

:D

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gerbur
10
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Aha!

Als verletzter Tourist also hast die Arschkarte gezogen!

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habro
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Unmöglich

Einen Star wie einen normalen Patienten zu behandeln geht aber wirklich nicht!!
Es sind doch alle gleich- oder nicht??

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Kommentare 1-26 von 31