„Irgendwann kommt im Leben alles wieder zurück“
Stephanie Venier (Weltmeisterin): „Es klingt noch unreal. Ich habe in der Nacht so schlecht geschlafen. Gefühlt habe ich keine Minute ein Auge zugetan, weil ich so nervös war. Mein Puls ist mir bis ganz oben gestanden. Ich habe mir gedacht, da muss ich durch. Beim Einfahren bin ich mit dem Riesentorlauf-Ski frei gefahren. Ich habe ein brutal gutes Gefühl aufgebaut. Da habe ich mir schon gedacht, es könnte etwas werden. Im Lauf ist es trotzdem noch einmal etwas Anderes. Man muss alles genau erwischen.
2017 ist schon acht Jahre her, da war ich noch ein bisschen eine andere Steffi. Da habe ich noch den jugendlichen Leichtsinn gehabt. Jetzt bin ich erwachsener geworden, reifer – und anscheinend viel mehr nervös als früher, da hat mir das noch gar nichts getan. Irgendwann kommt im Leben alles wieder zurück. Es klingt irgendwie komisch, dass ich die Nation erlöst habe. In erster Linie fahre ich für mich Ski, aber dass wir Weltmeister sind, klingt schon cool. Träume sind dazu da, dass sie verwirklicht werden. Ich glaube, ich brauche noch ein paar Tage, Wochen oder Monate, bis ich das realisiert habe.“
„Die Kurssetzung war einfach“
Federica Brignone (Silber): „Ich habe noch nie eine Medaille im Super-G gemacht bei WM oder Olympia. Das war ein Ziel für mich in diesem Jahr. Das ist nicht meine Strecke, es war sehr gerade. Ich habe alles probiert, hatte keine Angst vor den Sprüngen. Es ist sehr cool. Die Kurssetzung war einfach. Da ist es nicht einfach, schnell zu sein.“ Zu Stephanie Venier: „Sie ist sehr sanft, sehr ‚smooth‘ Ski gefahren. Sie hat es geschafft. Sie fährt sehr gut Ski.“
„Ich bin einfach nicht in den Rhythmus hineingekommen“
Cornelia Hütter (Zehnte): „Es gibt Tage, da verliert man und Tage, da gewinnen die anderen. Das war heute so ein Tag. Mir war es alles ein bisschen zu weit von den Abständen. Ich bin einfach nicht in den Rhythmus hineingekommen und schlecht gefahren. Das erste Hakerl für Österreich ist gemacht, das tut der Stimmung gut, das tut Saalbach und dem ganzen Team gut. Ich hoffe, dass wir alle am Samstag noch eines drauflegen können.“
„Es ist ganz verdient für Stephanie Venier“
Kajsa Vickhoff Lie (Bronze): „Es ist so schön, wenn Österreich hier in Österreich eine Goldmedaille bekommt. Das ist gut für den Sport. Es ist ganz verdient für Stephanie Venier. Es ist schön, meine Medaille mit einer anderen zu teilen. Ich bin wirklich zufrieden mit meinem Lauf. Der mittlere Part war nicht so gut, aber unten habe ich wieder Gas gegeben. Ich bin zufrieden, ich fühle mich wirklich, wirklich gut jetzt.“