Nach Lilli Tagger ist am Mittwoch mit Anastasia Potapova eine zweite Österreicherin ins Achtelfinale des mit 1,049 Millionen Euro dotierten WTA-500-Tennis-Turniers in Linz eingezogen. Die Neo-Österreicherin besiegte die Chinesin Zhang Shuai nach 1:42 Stunden 6:4, 6:4 und trifft nun am Donnerstagabend (2. Match nach 18.00 Uhr) auf die deutsche Qualifikantin Tamara Korpatsch. Die gebürtige Russin hat das Upper Austria Ladies 2023 schon einmal gewonnen.

13 Jahre hat es gedauert, ehe Tagger als erste Österreicherin den Linz-Bann für Rot-Weiß-Rot durchbrochen und für einen Einzelsieg gesorgt hat – nun stehen zwei Österreicherinnen in der Runde der letzten 16. Tagger spielt am Donnerstag (nicht vor 16.00 Uhr/live ORF 1) gegen die als Nummer drei gesetzte Russin Ljudmila Samsonova. Sollten Tagger und Potapova gewinnen, wäre eine Österreicherin fix im Halbfinale, denn sie würden in der Runde der letzten acht aufeinandertreffen.

Nervöse Potapova happy über ersten „Heimsieg“

„Ich zittere immer noch. Es war eines der nervösesten Matches seit einer langen Zeit. Dankeschön, Leute. Ich bin froh, hier zu sein und für Österreich zu spielen“, erklärte Potapova noch auf dem Court. „Ich fühle mich hier wie zu Hause, auch schon als ich 2023 das erste Mal hierhergekommen bin.“

Potapova gelang gleich im Auftaktgame ein Break, bei 4:3 wehrte sie die Ausgleichschance der Asiatin zum 4:4 ab. Beim Stand von 5:3 vergab die seit diesem Jahr für Rot-Weiß-Rot spielende Potapova nicht weniger als fünf Break- und damit Satzbälle, ehe sie den sechsten im nächsten Spiel zum 6:4 nutzte. Der zweite Durchgang war noch umkämpfter. Potapova egalisierte ein 0:2, musste bei 2:3 nicht weniger als vier Breakbälle abwehren und schaffte dann zum 4:3 das Break. Dies sollte am Ende reichen, sie nutzte den dritten Matchball zum Sieg.