Tennis-StartrainerGünter Bresnik: "Dass jemand gut Tennis spielt, sieht jeder Depp"

Tennis-Startrainer Günter Bresnik spricht im Interview über Talente, wie er sie entdeckt und was er ihnen für ihren Weg mitgeben würde. Der 60-Jährige verrät auch, wem er am liebsten zusieht und welche Spieler das größte Potenzial haben.

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Tennis-Startrainer Günter Bresnik
Tennis-Startrainer Günter Bresnik © GEPA
 

Am Samstag sind Sie beim GAK-Tennis zu Gast und halten gemeinsam mit Barbara Schett Ausschau nach Talenten. Was muss ein Kind mitbringen, damit Sie neugierig werden?
GÜNTER BRESNIK: Das, was man herkömmlich als Talent bezeichnen würde, ist, dass Personen geschickter sind als andere. Das ist für mich nicht so wichtig wie, dass jemand die Bereitschaft hat, hart zu arbeiten. Und es muss eine Leidenschaft für den Sport da sein, die nicht von Außen kommt, nicht von den Eltern, den Trainern oder sonst wem. Es muss einfach das Bedürfnis da sein, zu spielen. Ich bilde mir ein, dass ich das schnell merke, ob dem so ist. Natürlich sind auch körperliche Voraussetzungen wie Schnelligkeit oder Größe Kriterien, aber für mich eben nicht die ausschlaggebenden.

Kommentare (1)
DergeerdeteSteirer
1
8
Lesenswert?

Diese Sichtweisen von Hrn.Bresnik sind genau jene, welche jedoch von vielen falsch angewandt, nicht zielgerichtet erkannt und gefördert werden!


Meine Sichtweise und Erfahrungen zu diesem Thema:

Viele Elternteile wollen zwanghaft dem Kind dies beibringen und fordern was sie selbst nie erreicht haben, genau das ist der grundlegend falsche Ansatz.

Vorlieben, Interessen und Talente erkennt man schon sehr früh, vorausgesetzt Elternteile sind nicht die bekannten Couch - Potato's, welche sich um diese Entwicklung ihres Nachwuchses nur aus Prestigegründen kümmern, da trifft wiederum das "von nix kommt nix" voll ins schwarze.

Wenn wer nur seine Kids aus Prestigegründen seine Kids zu etwas bewegen will dann ist "Hopfen und Malz" verloren!
Interessen, Begabungen und Talente, auch auf handwerkliche und beruflicher Basis müssen richtig erkannt werden, da jedoch in einigen Gesellschaftsteilen nur Prestige und Ich - Gehabe im Vordergrund stehen, können viele versteckte Talente ihre Profession nicht entwickeln und ausleben.