Nach Olympia-AbsageKitzbühel stünde für Dominic Thiem parat

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem revidierte seine Entscheidung einer Olympia-Teilnahme in Tokio. Wie schon 2019. Kitzbühel, so Tunierdirektor Alex Antonitsch, stünde jedenfalls bereit.

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Dominic Thiem
Dominic Thiem © QUALITY SPORT IMAGES/MANUEL QUEI
 

Es ist eine Mär, dass dabei sein alles wäre. Bei Olympischen Spielen zählen in erster Linie Medaillen. Alles dreht sich um den sportlichen Erfolg. In Zeiten einer Pandemie hat Corona allerdings für veritable Nebengeräusche gesorgt. Große Fragezeichen stehen über den Spielen von Tokio. Beinahe täglich ändert sich in Japan die Stimmungs- und Faktenlage. Den Athleten ist es nahezu unmöglich geworden, sich auf einen geordneten Ablauf einzustellen. Vor allem Athleten, deren Jahreskalender eine ausgeklügelte Logistik zugrunde liegt. Wie im Tennis, wo überdies individuelle Gründe für Turnierteilnahmen ausschlaggebend sind.

Dominic Thiem hat unter Olympia sowie allen verbundenen Unsicherheiten einen Schlussstrich gezogen. Der Niederösterreicher revidierte seine Teilnahme, wird somit nicht der österreichischen Delegation angehören. „Nach Gesprächen mit meinem Team und einer Analyse der Situation habe ich die sehr schwierige Entscheidung getroffen, von einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen Abstand zu nehmen“, richtete Thiem via sozialer Medien aus.

Volles Haus in Kitzbühel

Der Weltranglisten-Fünfte kämpft derzeit zudem mit einer Formkrise. Nach seinem Erstrunden-Aus bei den French Open versucht sich Thiem beim ATP-Turnier auf Mallorca auf Wimbledon vorzubereiten. Im Gegensatz zu Rafael Nadal, der neben Olympia auch auf den heiligen Rasen verzichtet, ist der Österreicher beim Grand Slam an Bord.

Bereits 2019 verzichtete der 27-Jährige auf Olympia, das aufgrund von Corona um ein Jahr verschoben werden musste. Damals gab er dem Heimturnier von Kitzbühel den Vorzug. Tatsächlich könnte dieses von der Thiem-Absage heuer profitieren. „Es würde ihm zumindest die Möglichkeit eröffnen“, zeigt sich Turnierdirektor Alexander Antonitsch betont zurückhaltend. „Dominic ist jederzeit in Kitzbühel willkommen, sollte er sich dazu entschließen, Matches zu benötigen.“ Die Vorfreude des Kärntners ist jedenfalls groß, wurde doch von der Bundesregierung in Aussicht gestellt, das Turnier (das zeitgleich mit Olympia stattfindet) mit maximaler Zuschauerauslastung abhalten zu dürfen.

Und Thiem? Für den Tennis-Star zählt derzeit ohnehin nur eines: seine Form zu finden. Wimbledon hin, Olympia her.

Kommentare (1)
tannenbaum
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Bei

der Olympiate gibt’s halt keine großartigen Preisgelder. Da ist sogar ein Ausscheiden nach der ersten Runde in Kitzbühel finanziell lukrativer!