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Harte WorteBresnik: "Ohne mich wäre Dominic ein Future-Spieler"

Günter Bresnik zeigt sich nach wie vor über die Trennung von Tennis-Ass Dominic Thiem enttäuscht, kann sich wieder eine Arbeit als Tour-Trainer vorstellen und kritisiert den ÖTV.

TENNIS - ATP, French Open 2018
Doiminic Thiem mit Ex-Coach Günter Bresnik © GEPA pictures
 

Im April vergangenen Jahres setzte Dominic Thiem seinen Langzeittrainer Günter Bresnik vor die Tür, wenig später trennte sich der Weltranglistendritte vom Wiener auch als sein Manager. Rückblickend hört man bei Bresnik diesbezüglich nach wie vor viel Enttäuschung heraus, die er nun in einem Gespräch mit der Austria Presse Agentur wiedergab.

"Ich betrachte die Sache nüchtern wie immer. Es wird mir halt immer klarer, wie das gelaufen ist. Es macht es um nichts ästhetischer. Es sind Dinge, die ich halt gar nicht verstehe. Ehrlichkeit, Loyalität, Werte..., da ist nicht viel davon eingehalten worden", erklärte Bresnik und fügt hinzu: "Ich habe eigentlich kein Problem damit, außer dass man sich vielleicht darüber ärgert, dass man sich täuschen hat lassen. Wenn ich jemandem alles zu verdanken habe, dann kann ich so nicht mit ihm umgehen. Wolfgang (Thiem) wäre ein Clubtrainer in Seebenstein und Dominic wäre ein Future-Spieler." 

Bresnik schließt Trainerengagement nicht aus

Im Leistungszentrum Südstadt ist Bresnik eine von drei Personen in der seit 2001 privat geführten Betreibergesellschaft. Der Vertrag wurde erst vor kurzem um zwölf Jahre verlängert. Die Plätze dort sind laut Bresnik "bummvoll". Er sieht seine Zukunft auch weiter in der Südstadt, schließt aber ein neuerliches Engagement auf der Tour nicht aus. "Wenn was kommt, was mich aufregt, dann mach' ich das. Seit ich Familie habe, also seit fast 25 Jahren, habe ich es immer so gestaltet, dass das familienverträglich ist. Mich stört es nicht, ob ich zehn oder 25 Wochen unterwegs bin." Anfragen gäbe es nach wie vor, aber da müsse alles zusammenpassen.

Zum Chaos im ÖTV, wo nun gleich alle neun Landesverbandspräsidenten ins Präsidium wollen, hat Bresnik auch eine klare Meinung. "Es bringt nichts, wenn du irgendwelche Leute hast, die sich nur dadurch unterscheiden, welche Einsager sie haben. Bei den meisten fehlt mir komplett die Führungsqualität", so Bresnik. Die Person müsse das Team führen und sich nicht auf ein Podest stellen. Gute Führungskräfte machen dies aus Bresnik-Sicht "so unauffällig, dass das keiner mitkriegt". Man müsse einen Präsidenten wählen, der nicht von Eitelkeiten getrieben wäre. Er selbst hat "null" Interesse an einer Rückkehr in den ÖTV. "Ein Trainer soll sich darum kümmern, dass er Spieler besser ausbildet."

 

Kommentare (7)

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Boss02
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Fam Thiem.........

........sorry kommt wirklich nicht unbedingt sympathisch rüber, trotz allem tolle einzigartige Leistung von Dominic !

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undhetz
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passiert immer wieder bei den Trainereltern, dass ...

die glauben, sie sind so wunderwuzzig ... null analysefähig, Ursache und Wirkung nicht verstehen, macht arrogant und schadet nachhaltig ...

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pink69
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Populist

und Polarisierer Bresnik, war ja schon beim Skoff ähnlich, gestritten hat er mit allen und nun spricht er von "Ehrlichkeit, Loyalität, Werte.." Es gibt halt leider immer wieder solch Charaktere im Sport...aber das er nicht erfolgreich war mit seinen zum Teil untalentierten Entdeckungen kann man nicht behaupten.

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antipasti
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Hat er nicht früher, in der "guten Zeit", einmal so ähnlich gesprochen wie

"... jemanden mit dem Super-Talent Domoniks an die Weltspitze zu bringen, das wäre fast jedem Trainer gelungen ..."
War das damals ehrlich, oder eben seine jüngsten Aussagen?

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Lodengrün
2
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Fakt

ist, er hat Leconte, Becker,....trainiert, und sie sprechen alle mit Hochachtung über ihn. Das kommt nicht von ungefähr. Sein jetziger Trainer ist dahingehend ein unbeschriebenes Blatt. Sicher pflegeleichter dem man auch einmal zur Probe Muster vor die Nase setzen kann. Zu viel der Spekulation. Die Zukunft wird uns Antwort geben.

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Lodengrün
3
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Auf diesen Kommentar von Bresnik habe ich schon lange gewartet

Wunderte mich schon nachdem was da Vater und Sohn schon an Unschönem über ihn in der Presse abgaben. Wir kennen keine Details, was wir wissen ist das Dominic von der einhändigen Rückhand beginnend alles Herrn Bresnik zu verdanken hat.

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Nixalsverdruss
6
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Ja und weiter ...?

Wir kennen alle keine Details. Wir wissen aber auch, dass es im Spitzensport nicht um Loyalität, Dankbarkeit, etc. geht.
So wie ich Herrn Bresnik kenne, wird er nicht unbedingt CARITATIV an die Sache herangegangen sein.
Das heißt er trauert eher dem Geld nach, das ihm seine "Cashcow" gebracht hat, als dem Menschen D. Thiem!

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