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Zweiter bei Australian OpenDominic Thiem: "Ich kann mir nicht viel vorwerfen"

Dominic Thiem musste sich im Endspiel der Australian Open Titelverteidiger Novak Djokovic mit 4:6, 6:4, 6:2, 3:6, 4:6 geschlagen geben. Das sagt er nach dem Turnier.

Dominic Thiem
Dominic Thiem © (c) AP (Lee Jin-man)
 

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem hatte sich unmittelbar nach dem gegen Novak Djokovic verlorenen Einzel-Finale der Australian Open nicht viel vorzuwerfen. Den vergebenen Breakball bei einer 2:1-Führung und 1:1 im vierten Durchgang sei ein entscheidender Moment gewesen, Djokovic habe das Break aber mit gutem Spiel abgewendet. Zum anderen fühle sich Thiem bereit für weiter Großes bei den Majors.

Thiem in der Pressekonferenz bzw. gegenüber Journalisten nach der 4:6, 6:4, 6:2, 3:6, 4:6-Niederlage gegen Djokovic:

Wie denken Sie über ihre Leistung heute, was hätten Sie gerne anders gemacht?

Dominic Thiem: "Ich denke, dass ich mir nicht sehr viel vorwerfen kann. Einige Fehler hier und da. Einen Volley bei 3:4 im vierten Satz, der an der Netzkante hängenbleibt oder diese Vorhand bei 1:1 im fünften Satz, 30:15. Das sind Bälle, wo ich ein bisschen riskiere, die ich genauso wieder spielen würde, ich mir da nicht wirklich etwas vorzuwerfen habe. Dann war natürlich noch eine Riesenchance, die vielleicht das Match endgültig in meine Richtung hätte lenken können bei 1:1 im vierten Satz, Breakball. Aber den wehrt er sehr, sehr gut ab. Von dem her habe ich mir nicht wirklich etwas vorzuwerfen."

Was hat für Sie im zweiten und dritten Satz gut funktioniert?
Thiem: "Im zweiten Satz habe ich ein gutes Break gemacht, dann hat er das Rebreak zum 4:4 geschafft und ich gleich das 5:4 geschafft und ausserviert. Ich habe mir die Führung gleich zurückgeholt und war im dritten Satz eine Art 'Frontrunner'. Er (Djokovic) hatte da offensichtlich Probleme. Das hat es alles einfacher gemacht, diesen Satz zu gewinnen. Den habe ich sehr gut runtergespielt. Dann hat er sich aber vollkommen davon erholt Anfang vierter Satz."

Dominic Thiem: Alle Turniersiege von Österreichs bestem Tennisspieler

23.05.2015 - Nizza: Thiems erster internationaler Triumph. Mit 21 Jahren bezwang er in einem hart umkämpften Match den Argentinier Leonardo Mayer in drei Sätzen.

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26.07.2015 - Umag: Auf den Geschmack gekommen. Mit dem Portugiesen Joao Sousa hat Thiem in zwei Sätzen diesmal leichtes Spiel.

ATP

02.08.2015 - Gstaad: Der dritte Streich. In der Schweiz ließ Theim dem Belgier David Goffin in zwei Sätzen keine Chance.

(c) APA/EPA/PETER SCHNEIDER (PETER SCHNEIDER)

14.02.2016 - Buenos Aires: Neues Jahr neues Glück. Der Spanier Nicolás Almagro lieferte Thiem in drei Sätzen einen harten Kampf, letztendlich durfte der Wiener Neustädter über seinen vierten Titel jubeln.

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28.02.2016 - Acapulco: Nur zwei Wochen später gelang Thiem sein erster Coup abseits von Sand. Der Australier Bernard Tomic schaute dabei in drei Sätzen durch die Finger.

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21.05.2016 - Nizza: Der zweite Streich in Nizza, der fünfte auf Sand. Alexander Zverev aus Deutschland musste sich in drei Sätzen geschlagen geben.

ATP

13.06.2016 - Stuttgart: In Stuttgart schrieb Thiem Geschichte und konnte als bislang erster und letzter Österreicher einen ATP-Titel auf Rasen gewinnen. In drei Sätzen vermieste er seinem deutschen Kontrahenten Philipp Kohlschreiber den Heimtriumph.

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26.02.2017 - Rio de Janeiro: In Brasilien zeigte Thiem erneut seine Stärke auf Sand und besiegte den Spanier Pablo Carreno Busta in zwei Sätzen. Es sollte sein letzter Titel im Jahr 2017 sein.

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18.02.2018 - Buenos Aires: Ein Jahr später war Thiem zurück in Südamerika und konnte zum zweiten Mal in seiner Karriere in Argentiniens Hauptstadt triumphieren. Der Slowene Aljaz Bedene hatte in zwei Sätzen keine Chance.

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26.05.2018 - Lyon: In Frankreich gewinnt Thiem am liebsten. In Lyon holte er seinen dritten Titel in der Grande Nation und besiegte dabei ausgerechnet einen Franzosen – Gilles Simon musste sich nach drei Sätzen geschlagen geben.

ATP

23.09.2018 - St. Petersburg: In den Hallen St. Petersburgs gelang dem Österreicher sein zweiter Erfolg auf Hartplatz. Der Slowake Martin Klizan hatte in zwei Sätzen das Nachsehen.

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17.03.2019 - Indian Wells: Thiems wohl größter Triumph! In den USA bezwang der Niederösterreicher die lebende Tennislegende Roger Federer in drei Sätzen und holte somit seinen ersten Masters-Titel.

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28.04.2019 - Barcelona: Zurück auf Sand ließ Thiem den Russen Daniil Medwedew in zwei Sätzen chancenlos zurück.

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03.08.2019 - Kitzbühel: Gegen den Spanier Albert Ramos holte er 25-jährig seinen ersten Titel auf österreichischem Boden, zudem seinen zehnten auf Sand. Es war sein 14. Karrieretitel.

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6.10.2019 - Peking: Der Österreicher holte sich mit einem 3:6, 6:4, 6:1-Erfolg über den Griechen Stefanos Tsitsipas das ATP-500-Turnier von Peking und feierte damit den vierten Sieg in diesem Jahr.

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27.10.2019 - Wien: Mit einem 3:6, 6:4, 6:3-Sieg über den Argentinier Diego Schwartzman holt sich Thiem bei seinem Heimturnier in Wien (ATP 500) den Titel und feierte damit den fünften Sieg in diesem Jahr.

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Gab es einen Moment im Match, als Sie dachten, Sie hätten ihn?
Thiem: "Nein, diese Momente habe ich nie. Natürlich, wenn du 2:0 in Sätzen und 5:1 führst oder ähnlich, dann kann man zu sich sagen, man hat es. Aber niemals in einem Finale gegen einen wie Novak. Ich war daher weit entfernt davon, so etwas zu denken."

Was fühlen sie emotional nach einem solchen Match?
Thiem: "Nun, ich denke, ich habe mich physisch selten so müde gefühlt, speziell nachdem jetzt all die Spannung abgefallen ist. Ich habe ein unglaublich intensives Spiel gegen Rafa (Rafael Nadal, Viertelfinale) gespielt, solch ein intensives Match gegen Sascha (Alexander Zverev) im Halbfinale. Heute wieder vier Stunden. Ich glaube, das war sehr anstrengend."

Auch wenn Sie heute verloren haben, worauf sind Sie am meisten stolz? Was nehmen Sie von diesem Turnier mit?
Thiem: "Natürlich war das Finale ein großartiges Match. Es waren sehr kleine Details, die entschieden haben. Dann die Art, wie ich mein Level, wie ich die Spannung zwei Wochen lang gehalten habe. Ich hatte keine einfachen Matches, besonders ab dem Viertelfinale. Rafa in mehr als vier Stunden zu besiegen, zwei Tage später gegen Sascha - unglaublich intensives, enges Match. Dann wieder zwei Tage später gegen Novak, der hier die meisten Titel geholt hat und wieder auf einem sehr hohen Level gespielt hat. Ich bin daher nun ziemlich sicher, dass ich über einen ganzen Grand Slam auf einem sehr hohen Level spielen kann. Ich hatte keine Einbrüche. Das macht mich nicht stolz, aber für die nächsten großen Turniere zuversichtlich."

Grand-Slam-Finale seit 2017

2017:

  • Australian Open: Roger Federer (SUI) - Rafael Nadal (ESP) 6:4,3:6,6:1,3:6,6:3
  • French Open: Nadal - Stan Wawrinka (SUI) 6:2,6:3,6:1
  • Wimbledon: Federer - Marin Cilic (CRO) 6:3,6:1,6:4
  • US Open: Nadal - Kevin Anderson (RSA) 6:3,6:3,6:4

2018:

  • Australian Open: Federer - Cilic 6:2,6:7(5),6:3,3:6,6:1
  • French Open: Nadal - Dominic Thiem (AUT) 6:4,6:3,6:2
  • Wimbledon: Novak Djokovic (SRB) - Anderson 6:2,6:2,7:6
  • US Open: Djokovic - Juan Martin Del Potro (ARG) 6:3,7:6(4),6:3

2019:

  • Australian Open: Djokovic - Nadal 6:3,6:2,6:3
  • French Open: Nadal - Thiem 6:3,5:7,6:1,6:1
  • Wimbledon: Djokovic - Federer 7:6(5),1:6,7:6(4),4:6,13:12(3)
  • US Open: Nadal - Daniil Medwedew (RUS) 7:5,6:3,5:7,4:6,6:4

2020:

  • Australian Open: Djokovic - Thiem 6:4, 4:6, 2:6, 6:3, 6:4

Was braucht es, dass jemand diese Grand-Slam-Siegesserie der "Big Three" bricht?
Thiem: "Ich glaube, es sind nur kleine Details. In den jüngsten zwei Endspielen - bei den US Open und hier- war es wirklich knapp. Es hätte auch für Daniil (Medwedew - Fünfsatzniederlage gegen Rafael Nadal, Anm.) bei den US Open und für mich hier ausgehen können. Es fehlt nicht mehr als ein bisschen Glück, kleine Details. Vielleicht wenn ich diesen einen Breakball im vierten Satz genutzt hätte, würde ich dann hier als Sieger sitzen. Es bedarf nur harter Arbeit von mir und den anderen jungen Spielern, die das Potenzial für einen Grand-Slam-Titel haben. Jedes dieser vier (Majors) muss ich mit Entschlossenheit spielen, was mir hoffentlich eine neue Chance bringen wird."

Kommentare (4)

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Panky
2
24
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Hochachtung!!!

vor dieser Leistung 👍👍👍👍👍

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schteirischprovessa
17
9
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Was fehlt sind ein paar Prozent

erste Aufschläge.
Und dass man bei Satzball den zweiten nicht versemmelt und allgemein me Punkte damit macht, so wie Joker zum Beispiel.

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zyni
6
46
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Beeindruckend,

ein paar Prozent fehlen noch. Nur eine Frage von 1 Jahr bis er Nr. 1 ist.

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fortus01
4
88
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Herzliche Gratulation!

Sie haben ein tolles Turnier gespielt!!

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