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French OpenDominic Thiems Weg ins Finale

Am Anfang stotterte der Motor von Dominic Thiem, aber Österreichs Tennis-Ass steigerte sich stetig und steht heute im Finale der French Open. Ein Rückblick auf seinen Weg ins Endspiel.

Dominic Thiem
Dominic Thiem fand schwer ins Turnier, steigerte sich dann aber gewaltig © AP
 

1. Runde - 6:4, 4:6, 7:6(5), 6:2 gegen Tommy Paul

Die Erleichterung war Dominic Thiem nach seiner überstandenen ersten Runde anzusehen: Nervös und angespannt startete der 25-jährige Mitfavorit in seine sechsten French Open. Erst ein starkes Tiebreak hat Thiem auch nach eigenen Aussagen befreit, Tommy Paul war alles andere als eine leichte Erstrunden-Aufgabe.

Der als Nummer 4 gesetzte Niederösterreicher besiegte den mit einer Wildcard bedachten US-Amerikaner nach 2:30 spannenden Stunden mit 6:4, 4:6, 7:6(5), 6:2. Seine Schläge hätten nicht genug Power und Spin gehabt, blickte er zurück.

2. Runde - 6:3, 6:7(6), 6:3, 7:5 gegen Alexander Bublik

Thiem hatte zwei Tage Spielpause und konnte sich in Ruhe auf seinen nächsten Gegner einstellen. Alexander Bublik, 1,96 m groß, Nummer 91 der Welt. "Ich kenne ihn ein bisserl. Er ist ein bisserl ein Showman, sein bester Schlag ist sein Aufschlag. Sonst versucht er immer etwas anderes zu machen. Er ist ein Rhythmusbrecher", beschrieb der Lichtenwörther seinen Kontrahenten - und sollte recht behalten. Wie schon zum Auftakt gegen Paul (USA) hatte Thiem viel Mühe mit seinem Gegner, der wie angekündigt sehr unorthodox spielte. Bei 2:5 im vierten Satz musste der Lichtenwörther zwei Satzbälle abwehren und es gelang ihm doch noch, den fünften Satz zu vermeiden. "Ich hatte sehr viel Druck, allem voran in meinen Aufschlagspielen, weil es so schwer ist, ihn zu breaken. 16 Asse auf Sand sind viel in vier Sätzen".

3. Runde - 6:3, 4:6, 6:2, 7:5 gegen Pablo Cuevas

Und wieder ist es ein gewaltiges Stück Arbeit für Thiem gewesen. Der 25-jährige Tennis-Star besiegte den Uruguayer Pablo Cuevas nach 2:36 Stunden mit 6:3, 4:6, 6:2, 7:5. "Ich bin so glücklich, es war ein tolles, langes Match. Es war unsere sechste Begegnung und wieder war es sehr schwer", sagte der Österreicher noch auf dem Court Suzanne Lenglen. "Pablo ist einer der besten auf Sand und ich bin wirklich froh, dass ich in der vierten Runde stehe."

Achtelfinale - 6:4, 6:4, 6:2 gegen Gael Monfils 

Seine bis zu dem Zeitpunkt mit Abstand beste Leistung kam zum besten Zeitpunkt. Thiem steigerte sich im Achtelfinale gewaltig und zog zum vierten Mal en suite ins Paris-Viertelfinale ein. Der als Nummer 4 Gesetzte verließ auch im fünften Aufeinandertreffen mit Gael Monfils (FRA-14) den Platz als Sieger, Thiem siegte nach 108 Minuten mit 6:4, 6:4, 6:2. Thiem hatte den letzten Franzosen auf dem mit 15.000 Fans gefüllten Center Court immer unter Kontrolle. "Ich wusste, wie gut er spielen kann, er hat ja vorher drei sehr gute Partien gespielt. Das war bei weitem mein bestes Spiel im Turnier", sagte Thiem noch auf dem Court dem vollen Haus. In diesem Match gelang dem 25-Jährigen mit einem sensationellen Tweener vermutlich der Schlag des Turniers.

Viertelfinale - 6:2, 6:4, 6:2 gegen Karen Chatschanow

In überlegener Manier erreichte Thiem das Halbfinale: Mit einem 6:2, 6:4, 6:2-Erfolg in nur 107 Minuten über den als Nummer 10 gesetzten Russen Karen Chatschanow. "Wir haben vorher besprochen, dass ich derjenige sein muss, der mit der Vorhand die Mitte kontrolliert. Das ist sehr gut gelungen." Es sei ihm auch gelungen, einige Aufschläge Chatschanows zu entschärfen. "Ganz wichtig war aber, dass ich keine Fehler und keine Blödheiten gemacht habe." Auch Coach Nicolas Massu war glücklich. "Unglaublich souverän und solide, eine meisterhafte Leistung. Das Semifinale ist sehr verdient", konstatierte der Chilene. 

Halbfinale - 6:2, 3:6, 7:5, 5:7, 7:5 gegen Novak Djokovic

Es war ein mitreißendes Halbfinale, das über zwei Tage ausgetragen wurde. Dominic Thiem besiegte die Nummer eins der Welt, Novak Djokovic, nach 4:13 Std. 6:2, 3:6, 7:5, 5:7, 7:5. "Das war vielleicht sogar mein größter Sieg. Ein Halbfinale mit Federer, Nadal Djokovic - jeden einzelnen zu schlagen, ist eine großartige Sache. Das sind vielleicht die besten drei Spieler aller Zeiten. ... Es war schon schwierig, rauf und runter vom Platz, das System voll hochfahren und dann wieder zurück. Aber das ist ein Halbfinale in einem Grand Slam, da gibt es keine Müdigkeit, da gibt man alles, egal was passiert." Auch Djokovic war voll des Lobs in Richtung Thiem: "Ich gratuliere Dominic. Er hat großartig gespielt, besonders in den wichtigen Momenten mit guten Slices und Passierbällen und einer starken Vorhand. Er spielt tolles Tennis und hat gezeigt, warum er einer der besten Spieler der Welt ist."

 

 

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