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Pogacar zeigte kleine SchwächenVan Aert siegte bei Tour de France nach zwei Ventoux-Überquerungen

Der Belgier Wout Van Aert flüchtete erfolgreich und sorgte für den ersten Etappensieg für Jumbo-Visma. Tadej Pogacar zeigte erste Schwächen und hat einen ernsten Konkurrenten für Gelb bekommen.

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© AP
 

Der legendäre Mont Ventoux stand auf der 11. Etappe der Tour de France auf dem Programm. Und dabei musste der "Kahle Riese" der Provence gleich zwei Mal bezwungen werden. Den Etappensieg holte sich dieses Mal der belgische Meister Wout Van Aert (Jumbo Visma). Damit holte sich das niederländische Team den ersten Erfolg trotz Abwesenheit von Kapitän Primoz Roglic, der aufgeben musste. Die Österreicher spielten in der Entscheidung keine Rolle. Der Slowene Tadej Pogar behält das Gelbe Trikot ungefährdet. Aber es gab speziell beim zweiten Anstieg auf den Ventoux einige Erkenntnisse.

Für viele Rennfahrer war es der letzte Tag der diesjährigen Tour de France. Einer der prominentesten Aufgaben war Tony Martin (GER), der ja zu Beginn der Tour mit dem Pappschild einer Zuschauerin kollidiert war und dann einen Massensturz ausgelöst hatte.

Nach einigen Attacken zur Etappenhalbzeit kristallisierte sich heraus, dass Ben O'Connor wohl keine Entscheidung bei der diesjährigen Tour spielen wird. Im Gegensatz zu Tadej Pogacar, der abermals so unbeirrt wie ein Schweizer Kilometer um Kilometer herunterspulte. Seine Helfer hatten sich früh verabschiedet, also klemmte er sich hinter die Ineos-Fahrer (ua. Carapaz), die den einst fünfminütigen Rückstand reduzierte.

Pogacar mit Schwächen

Kurz vor der zweiten Überquerung des Mont Ventoux dann die große Überraschung. Der Däne Jonas Vingegaard (Jumbo Visma) attackierte. Pogacar wehrte den ersten Versuch noch ab, zog mit. Allerdings hielt der Träger des Weißen Trikots (in Vertretung für den Slowenen) die Schlagzahl dermaßen hoch, dass Pogacar abreißen lassen musste. Somit zeigte der 22-Jährige erstmals leichte Schwächen.

In der abschließenden Abfahrt gelang es ihm dank Uran/Carapaz wieder an den Dänen heranzukommen und sprintete ihn, wohl auch als psychologisches Signal, wenige Meter vor der Ziellinie nieder. Neben Van Aert blieben auch die beiden Trek-Fahrer Elissonde/Mollema aber uneinholbar. Als bester Österreicher kam Patrick Konrad mit 14:28 Minuten Rückstand in Malaucene an. Lukas Pöstlberger und Michael Gogl kamen mit 33:10 Minuten ins Ziel. Marco Haller brachte seine Teamkollegen wie Sonny Colbrelli im großen Gruppetto gerade noch rechtzeitig über die Ziellinie (37:26 Minuten Rückstand).

Für Vingegaard und viele andere könnte aber die heutige Etappe ein Hoffnungsschimmer sein, dass Pogacar doch nicht so unantastbar ist, wie es in den Alpen gewirkt hatte. Und schließlich stehen die schwierigsten Etappen in den Pyrenäen erst in der dritten Woche auf dem Programm.

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