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Paralympischen Spiele Thomas Frühwirth mit der Form des Lebens, aber ohne Impfung

Thomas "TiggerTom" Frühwirth (39) ist heiß auf die Handbike-Saison und brennt auch auf die Spiele von Tokio.

Thomas Frühwirth © 
 

In 145 Tage  sollen die Paralympischen Spiele von Tokio eröffnet werden. Wie sieht es aus?
THOMAS FRÜHWIRTH: Meinen Informationen zufolge sieht es sehr gut aus. Ich habe vom Österreichische Paralympische Committee erst wieder eine E-Mail bekommen zwecks einer Impfung, die habe ich dankend abgelehnt, aber man darf ja auch ohne anreisen.

Ist Ihnen das Ticket sicher?
Hundertprozentig ist es nicht, aber ich müsste schon sehr viel falsch machen, sagen wir so. Bei uns kann man den Platz nicht persönlich einfahren. Es gibt keine direkte Qualifikation, sondern Quotenplätze werden vergeben. Bei uns ist es ohnehin immer so, dass die Sportler erst zwei Monate vor den Spielen vom Verband nominiert werden.

Machen Sie was falsch?
Normalerweise nicht, aber man kann nie sagen, ob man sich nicht verletzt.

Aber Sie rechnen damit, dass die Spiele stattfinden?
Ich muss es nehmen, wie es kommt, weil ich kann es eh nicht ändern. Ich habe die Form meines Lebens und würde das gerne auch zeigen können.

Wie motiviert man sich in und nach einem Jahr voller Absagen, immer hart zu trainieren? 
Siege und Erfolge sind für mich nur ein Nebenprodukt. Die Motivation liegt darin, dass mir der Sport einfach so viel gibt. Ich liebe es einfach, mein Potenzial auszureizen.

Wie läuft die Vorbereitung?
Super! Ich war auch auf Grand Canaria auf einem Trainingslager und bin dort extrem viel gefahren und habe die besten Leistungswerte meiner mittlerweile schon langen Karriere. Ich bin sehr positiv überrascht, dass ich meine Werte aus dem Vorjahr nicht nur bestätigen konnte, sondern ein paar Prozent besser bin.

Auf die Impfung verzichten Sie weil?
Wenn, dann hätte ich mich im November oder Dezember impfen lassen, aber zum aktuellen Zeitpunkt ist mir das Risiko einfach zu groß, dass ich bei den ersten Weltcups nicht die volle Leistung bringen kann.  Ich kenne einige Sportler, die nach der Impfung, drei vier Wochen nicht zu 100 Prozent trainieren konnten. Bei mir sind es rein berufliche Gründe, die Gefahr, die von Covid ausgeht, stelle ich überhaupt nicht infrage.

Sie sind aber ohnehin einer, der in der klassischen Virenzeit fast das Leben eines Mönchs lebt und sehr vorsichtig ist …
Das habe ich immer so gehandhabt und werde es auch weiter so machen. Daher habe ich auch keiner großen Ängste, weil ich mich dementsprechend verhalte. Ich bin extrem vorsichtig.

Sind Rennen in Aussicht?
Die ersten Europacups in Italien wurden schon abgesagt, aber am 2. Mai hätten wir einen in Belgien und drei Tage später einen Weltcup mit einigen Anstiegen der bekannten Radklassiker.

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