Was für die Besten Ihrer Zunft die Tour de France ist, ist für die Stars von Morgen die Radjugendtour Oststeiermark. Sie geht am Mittwoch in ihre 37. Auflage und ist seit Monaten bis auf den letzten Startplatz ausgebucht. Das Etappenrennen genießt international einen hervorragenden Ruf – und das seit Jahren. Tadej Pogačar, der die Tour de France vor wenigen Wochen zum vierten Mal gewonnen hat, belegte in der Oststeiermark im Jahr 2014 den sechsten Platz, den Sieg schnappte sich damals mit dem Belgier Jasper Philipsen ein weiterer großer Name, wie man sie in den Startlisten dieser Zeit häufig findet. Der Grund: Für die Radfahrer der U17-Altersklasse ist die Radjugendtour eines der ersten, mehrtägigen Etappenrennen überhaupt.
„Dass wir bereits Monate im Voraus ausgebucht sind, spricht für die hohe Qualität und internationale Strahlkraft unserer Veranstaltung“, sagt Florian König, der Generalsekretär des österreichischen Radsportverbandes. Fast 40 Teams aus ganz Europa hätten ihr Interesse bekundet, alleine acht aus der Rad-Nation Belgien. Nur drei davon können starten, sagt König, „um auch anderen Nationen die Chance zur Teilnahme zu geben. Insgesamt werden 24 Teams aus 15 Nationen am Start stehen – das ist eine starke Bestätigung für die Qualität und internationale Bedeutung der Radjugendtour.“
Für Österreich treten die 18 aktuell besten Nachwuchshoffnungen in die Pedale. Mit Ruben Friedl will ein Steirer ganz vorne mitmischen: Kürzlich wurde er auf dem Mountainbike Dritter bei der U17-EM im Cross-Country in Schweden, auch auf der Straße gehört er zu den schnellsten seines Alters. Sein Bruder Anatol hatte die Tour vor zwei Jahren als bester Österreicher auf Rang sieben beendet. Ein Prolog in Stubenberg am See eröffnet die Tour am Mittwoch, Hartberg (erste Etappe) und Vorau (zweite Etappe) sind bereits zum 30. Mal Teil der Jugendtour. Das Finale findet am Sonntag von Bad Waltersdorf nach Ratten statt.