Der Leichtathletik-Weltverband könnte sich britischen Medienberichten zufolge den neuen Regeln des internationalen Schwimmverbandes (FINA) für Transmenschen anschließen. Wie unter anderem die BBC und der "Mirror" am Montag online berichteten, lobte World-Athletics-Präsident Sebastian Coe die Festlegungen der FINA und zeigte sich offen für Regeländerungen.

Man sehe einen internationalen Verband, der sein Recht bei der Festlegung von Regeln, Vorschriften und Richtlinien geltend mache, die im besten Interesse seines Sports seien, sagte Coe BBC Sport. Die FINA entschied sich kürzlich für einen strenges Transgender-Regulativ. Demnach muss eine Geschlechtsanpassung bereits vor dem zwölften Geburtstag abgeschlossen sein, um in Frauen-Bewerben antreten zu dürfen. Zudem soll eine "offene Kategorie" geschaffen werden, in der auch internationale Meisterschaften ausgetragen werden sollen.

"Das ist so, wie es sein sollte. Wir haben immer geglaubt, dass die Biologie Gender übertrumpft, und wir werden unsere Vorschriften weiterhin entsprechend überprüfen. Wir werden der Wissenschaft folgen", sagte Coe. Man werde weiter studieren und forschen und Beweise dafür zusammentragen, dass Testosteron eine Schlüsselrolle bei Leistungen spiele. Ende des Jahres solle das Exekutivkomitee des Leichtathletik-Weltverbandes das Thema diskutieren.