Markus Brier mischte heuer in Europas Spitze ganz vorne mit, der Verband durfte den 100.000-sten Golfer in Österreich vermelden - da kann man als Präsident nur zufrieden sein.
FRANZ WITTMANN: Das bin ich ebenso wie ich auch ungeduldig bin. Von mir aus könnte es mit der Entwicklung noch rascher gehen.
Mit Wiegele und Prägant haben zwei weitere ÖGV-Asse den Sprung auf die Tour geschafft.
WITTMANN: Und es werden nicht die Letzten sein. Auch in Schweden gab es zuerst nur einen Topgolfer, der dann eine Lawine losgetreten hat. Aber das ist nicht mein Verdienst - für diesen Erfolg haben meine Vorgänger die Weichen gestellt.
Welchen Nutzen kann man aus einem Markus Brier ziehen?
WITTMANN: Er macht den Sport populärer. Dank ihm hat Golf in den Medien und bei den Sponsoren mehr Präsenz.
Sie sind seit 18 Monaten im Amt - Ihre Bilanz?
WITTMANN: Ehrlich gesagt habe ich mir alles etwas leichter vorgestellt und geglaubt, ich kann von heute auf morgen alles umdrehen. Aber im Verband gibt es viele eingesessene Strukturen - das dauert seine Zeit.
Was wollen Sie ändern?
WITTMANN: Hinsichtlich Jugendarbeit werden wir die Kader verkleinern, im Marketingbereich hingegen zulegen. Außerdem müssen wir uns noch weiter weg vom Elitären und hin zum Breitensport bewegen. Die Vorzeichen stehen gut: Laut einer Studie gibt's in Österreich in zehn Jahren 170.000 Golfer auf 200 Plätzen.
Warum sollte man mit dem Golfspielen beginnen?
WITTMANN: Weil man in der Natur ist, etwas für den Körper tut, kein Platz dem anderen gleicht, man es nie perfekt können wird und man es alleine spielen kann.
"Ich hab's mir leichter vorgestellt"
Golf-Präsident Franz Wittmann zieht nach einem erfolgreichen Jahr Bilanz und spricht über Visionen sowie den Tod seiner Tochter.
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