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HandballNeue Champions-League-Ära beginnt in Corona-Zeiten

Neuer Modus, mehr Geld - aber auch viele Corona-Fragezeichen.

© GEPA pictures
 

Noch ehe der Sieger der vergangenen Saison gekürt ist, beginnt für den deutschen Handball-Meister THW Kiel - allerdings ohne den verletzten ÖHB-Star Nikola Bilyk (Kreuzbandriss) - die Jagd nach dem Millionen-Jackpot in der reformierten Champions League.

Dank eines üppig dotierten Vermarktungsvertrages, der der Europäischen Handball-Föderation (EHF) in den nächsten zehn Jahren insgesamt 500 Millionen Euro garantiert, können die nur noch 16 statt zuvor 28 Teilnehmer in der Königsklasse ordentlich abkassieren. Statt bisher 3,4 Millionen Euro werden ab dieser Saison immerhin 6,3 Millionen Euro ausgeschüttet.

Neu ist eine Erfolgsprämie in der Gruppenphase, wo jeder Punktgewinn mit 5.000 Euro honoriert wird. Zudem erhält jeder Verein der beiden Achter-Gruppen pro Auswärtsspiel 30.000 Euro - macht bei sieben Partien in der Fremde 210.000 Euro. Für die Gruppensieger und Gruppenzweiten, die sich direkt für das Viertelfinale qualifizieren, gibt es einen Bonus von 30.000 Euro. Jeder Punkt im Achtelfinale bringt 7.500 Euro, im Viertelfinale 10.000 Euro.

Großer Zahltag ist dann beim Final-Four-Turnier: Der Gewinner erhält eine Rekordprämie von einer Million Euro - darin enthalten sind allerdings die bis dahin schon ausgeschütteten Gelder von maximal 450.000 Euro.

Für Kiel kommen die Zusatzeinnahmen angesichts der erheblichen finanziellen Einbußen in der Coronakrise zur rechten Zeit. Denn an einen Normalbetrieb ist vorerst weiter nicht zu denken. Der deutsche Rekordmeister startet am Donnerstagabend (18.45 Uhr) beim kroatischen Topteam HC PPD Zagreb in die Königsklasse.

"Unser großes Ziel ist, unter die beiden ersten Mannschaften zu kommen und uns direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren", sagte Kiels Sportdirektor Viktor Szilagy, der viele Jahre Schlüsselspieler in Österreichs Handball-Team war. Nach dem Saison-Abbruch war der Bilyk-Club von der EHF für das wegen der Coronavirus-Pandemie auf Ende Dezember verlegte Final-Four-Turnier 2020 als Tabellenführer seiner Gruppe gesetzt worden.

Für das Team um Norwegens Topstar Sander Sagosen ist die Gruppenphase deshalb auch ein willkommener Test für den letzten Kampf um die alte Trophäe zwischen Weihnachten und Silvester in Köln. Im Juni 2021 wird dort dann ein neuer Pokal vergeben.

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