Dass Lukas Herburger eine Kämpfernatur ist, hat er oft genug gezeigt. Den jüngsten Beweis hat der Handballer im Halbfinale der Champions League angetreten: Dort wurde der Vorarlberger im Dienste der Füchse Berlin in der zweiten Hälfte in die Deckung entsandt – mit gerissenen Bändern im rechten Sprunggelenk. Er war damit ein Teil des Weges, den der amtierende deutsche Meister in Richtung Champions-League-Finale gegangen ist: Die Füchse besiegten Nantes in Köln mit 34:24.
Der Finalgegner wird um 18 Uhr im Duell zwischen Barcelona und Magdeburg ermittelt. „Die Außenbänder sind gerissen, der Fuß ist blau, aber ich kann mittlerweile normal gehen“, sagte Herburger im Vorfeld des Final-Four-Turniers in Köln. Alles wurde dem Ziel untergeordnet, am Wochenende auf der Platte stehen zu können – dementsprechend zurückhaltend fiel auch seine Meisterfeier mit Berlin aus: „Diesmal habe ich mich zurückgehalten, damit die Heilung gut voranschreiten kann. Ich will da unbedingt dabei sein. Das ist das Größte. Die vier besten Teams der Welt kämpfen um das ganz große Ziel.“
Szilagyi und Bilyk und Hypo siegten in der Champions League
Mit einem Triumph würde sich Herburger in den elitären und kleinen Kreis der österreichischen Champions-League-Sieger einreihen: Viktor Szilágyi (2007) und Mykola Bilyk (2020) triumphierten im höchsten, europäischen Handball-Klubbewerb jeweils mit Kiel. Hypo Niederösterreich gewann in seinen Glanzzeiten zwischen 1989 und 2000 acht Mal die Champions League der Frauen.