Die Leichtathletik-WM in Doha hat am ersten Wettkampftag im Vorlauf über 5000 Meter eine große Geste des Fairplay erlebt. Braima Suncar Dabo aus Guinea-Bissau packte rund 200 Meter vor dem Ziel den völlig entkräfteten Jonathan Busby von der Karibikinsel Aruba und schleppte ihn unter dem Jubel der etwa 5000 Zuschauer im Schritttempo ins Ziel.

Disqualifiziert!

Beide beendeten gut fünf Minuten nach dem Sieger Selemon Barega aus Äthiopien das Rennen. "Ich wollte ihm nur helfen. Jeder andere hätte genauso gehandelt", sagte Dabo später. Keine Gnade kannte der Weltverband IAAF: Busby wurde gemäß Paragraf 144 des Regelwerks wegen unerlaubter "körperlicher Unterstützung" seines Konkurrenten und Helfers disqualifiziert.

Aruba's Jonathan Busby (L) collapses after crossing the finish line in the hands of Guinea-Bissau's Braima Suncar Dabo during the Men's 5000m heats at the 2019 IAAF World Athletics Championships at the Khalifa International stadium in Doha on September 27, 2019. (Photo by Giuseppe CACACE / AFP)
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Vielleicht wäre hier aber doch eine Ausnahme angebracht gewesen. Im Sinne des Sportes und im Sinne des Sportsgeistes.