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Freitag geht's losNach Ära Bolt: WM in Doha sucht Lichtgestalten

Was ist eine Leichtathletik-WM ohne Usain Bolt wert? Ab Freitag gibt es in Doha die Antwort darauf.

Usain Bolt war auch ein perfekter Showman © AP
 

Mit dem 2017 erfolgten Karriereende von Usain Bolt ist der Leichtathletik die Lichtgestalt abhandengekommen. Braucht es diesen einen Mega-Star, der die olympische Kernsportart trägt? "Warum soll es nicht gleich mehrere geben? Und warum nicht auch einmal ein Werfer? Es muss nicht immer ein Sprinter sein", sagte Österreichs Verbandspräsidentin Sonja Spendelhofer vor der Doha-WM.

Von 2007 bis 2017 gewann Bolt auf WM- und Olympia-Ebene bei jedem Großereignis Medaillen, glänze mit insgesamt 19 Goldmedaillen und brannte unglaubliche Weltrekorde über 100 und 200 m in die Laufbahn. Der Jamaikaner brillierte aber auch als Showman, seine Inszenierung des Blitzes wurden zum Markenzeichen. Solo-Nachfolger mit ähnlicher Exzentrik und sportlicher Überleistung ist derzeit keiner in Sicht.

Junger Strahlemann

"Ich sehe, dass es Zeit ist für mehrere Stars, vielleicht auch Rising Stars. Wie bei der EM voriges Jahr in Berlin, war plötzlich der schwedische Stabhochspringer Duplantis als junger Strahlemann da war", erinnerte Spendelhofer. Der damals 18-jährige Armand Duplantis hatte auf dem Weg zur Goldmedaille in mitreißender Art seine mit 5,93 m gehaltene Bestmarke ohne Fehlversuch gleich um zwölf Zentimeter auf den U20-Weltrekord von 6,05 verbessert.

Bei 49 Medaillenentscheidungen im Khalifa International Stadium und auf den Straßen Dohas bietet sich eine riesige Plattform. Auch die ehemalige Kugelstoßerin und Diskuswerferin Spendelhofer schaut auf mehrere Fronten. "Ich weiß nicht, ob der 100-Meter-Sprint immer das A und O ist. Für mich ist er das nicht, wenn dann habe ich den 200er lieber, weil ich es viel interessanter finde, wie die Sprinter aus der Kurve rauskommen."

Es ist jedoch keine WM der klingenden Namen. Mit der Südafrikanerin Caster Semenya fehlt eine, die in den vergangenen Jahren Schlagzeilen geschrieben hat. Die zweifache Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin über 800 m weigert sich aber ihren genetisch bedingt erhöhten Testosteronspiegel durch Hormoneinnahme zu senken, weshalb sie kein Startrecht mehr über diese Distanz hat.

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