Machtkampf, Schlammschlacht, Schmutzkübelkampagne – wie immer man die Turbulenzen im Österreichischen Tischtennisverband benennen möchte, klar ist: Die Gräben sind tief. Es gibt kein Miteinander, keinen gemeinsamen Nenner. Dabei sollte in einem Sportfachverband klar sein, was dieser Nenner immer und zuallererst sein muss: der Sport selbst.
Doch dieser rückte in den Hintergrund. Und ohne in diesem Match unmittelbar mitgespielt zu haben, ist klar: Der Sport ist der große Verlierer. Nicht nur der Imageschaden ist immens, auch der finanzielle ist beträchtlich: Die Fördergelder seitens des Sportministeriums wurden gestrichen. Das spüren alle Vereine.
Die Aufgabe eines Verbandes sollte es sein, Vertrauen zu schaffen, Verlässlichkeit. Man kann nicht alles ausschließen, aber Eltern, Kinder und Mitglieder müssen sich darauf verlassen können, dass Fälle wie der aktuelle rigoros verfolgt und raschestmöglich aufgeklärt werden.
Tischtennis ist ein Einzelsport. Auf die Funktionärsarbeit trifft das nicht zu, die geht nur gemeinsam, im Team. Das zu verstehen, wird elementar sein, um den ÖTTV in eine bessere Zukunft zu führen. Im Sinne des Sports.