Der Schock war allen ins Gesicht geschrieben - bis auf Valentino Rossi selbst. Fahrer, Fans und Journalisten konnten den Rücktritt des mehrfachen Weltmeisters kaum fassen, starrten fassungslos auf den Bildschirm als der Italiener sein Karriereende nach dieser Saison verkündete. "Das Ganze ist schwer zu glauben. Es ist einfach brutal, er war bereits zweimal Weltmeister, da war ich noch gar nicht auf der Welt. Früher habe ich für ein Foto mit ihm stundenlang gewartet, nun durfte ich mit ihm fahren. Er ist einfach eine Legende", erklärte der derzeitige WM-Führende Fabio Quartararo sichtlich mitgenommen.

Sein erster Verfolger in der Weltmeisterschaft zeigte sich ebenfalls geschockt. "Valentino hat die Wahrnehmung eines ganzen Sports verändert. Wenn du mit jemanden über die MotoGP redest, der sich überhaupt nicht auskennt, kann er immer den Namen Valentino Rossi sagen. Niemand hätte je gedacht, dass dieser Tag wirklich kommen würde", meinte der Franzose Johann Zarco.

Rossis ehemaliger Teamkollege Maverick Vinales erinnerte sich hingegen an vergangene Tage: "Er ist nicht nur auf dem Bike in unglaublicher Mensch, sondern auch abseits der Strecke. Zu den Übersee-Rennen sind wir gemeinsam geflogen und haben viel miteinander gesprochen, das war schon speziell", erklärte der 26-Jährige und fügte hinzu: "Er ist der Gott des Motorrad-Sports. Auch wenn es traurig ist, müssen wir Danke sagen für alles!

Miguel Oliveira, KTM-Pilot und Vorjahressieger in Spielberg überschüttete Rossi ebenfalls mit Lobeshymnen. "Für viele von uns war er das absolute Vorbild in der Kindheit, weil er einfach alles gewonnen hat. Für mich ist es ein Privileg, gegen ihn fahren zu dürfen. Natürlich hätten wir aber alle gerne noch mehr Zeit mit ihm auf der Rennstrecke verbracht."