Die Hitzewelle über Europa stellt auch die Formel 1 vor Probleme. In Le Castellet kletterte das Thermometer auf 32 Grad, dazu gibt es Asphalttemperaturen von bis zu 55 Grad auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet. Unangenehm für die Piloten war auch der starke Wind, der immer wieder die Aerodynamik der Autos beeinflusste. 

Der Kurs im Süden Frankreichs ist bekannt durch seine lange Mistral-Gerade, wo vorerst die Red-Bull-Boliden das Tempo vorgaben. Max Verstappen erreichte gleich im ersten Qualifying-Sektor vor dem ersten Bremspunkt 331 km/h. Trotzdem schlug das Pendel einmal Richtung Red Bull, einmal Richtung Charles Leclerc und Ferrari aus.

Entscheidend war aber in Q3 das perfekte Teamwork von Ferrari. Weil Carlos Sainz selbst keine Rolle mehr spielte – nach dem Tausch mehrerer Antriebsteile (Motor, Turbo, beide elektrischen Power-Einheiten) wird er ans Ende des Feldes strafversetzt –, sorgte der Spanier für einen idealen Windschatten auf der langen Geraden. So drehte Leclerc in 1:30,872 die schnellste Runde. Gleich drei Zehntel fehlten Max Verstappen.

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"Das war eine gute Mannschaftsleistung. Ohne Carlos wäre es wohl knapper geworden", sagte Leclerc nach dem Qualifying. "Da muss ich wirklich Danke sagen."

Grundsätzlich wird es im Rennen doch enger werden. "Ich glaube, wir haben einen ganz guten Speed und können sicher ein Wort um den Sieg mitreden", meinte Verstappen. Mit zwei Autos auf den Startplätzen zwei und drei (Perez) hat Red Bull vielleicht ein paar Strategiemöglichkeiten mehr.