Formel 1 Silverstone"Auf der Strecke und hinter den Kulissen flogen die Fetzen"

Nach Lewis Hamiltons Sieg in Silverstone gehen die Wogen hoch. Die internationalen Pressestimmen zu einem kontroversen Rennwochenende.

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Ob es mit der Harmonie so weitergeht, wird sich zeigen. © AFP
 

GROSSBRITANNIEN:

"The Guardian": "Silverstone hatte Drama, Unfall, Kontroverse zu bieten und ein Renn-Comeback, das eines Weltmeisters würdig ist, der seinen Titelkampf wieder entfacht hat, nachdem er definitiv klargemacht hat, dass er keinen Zoll in dieser Saison mehr nachgeben wird."

"Daily Mail": "Kaum eine Maske in Sicht, die Sonnencreme knapp und Spaß in der Sonne ... Silverstone heißt 140.000 Fans zum Großen Preis von Großbritannien willkommen und gibt der Nation viel zu jubeln über den folgenden dramatischen Sieg Lewis Hamiltons."

"The Sun": "Lewis Hamilton hat den britischen Grand Prix in Silverstone gewonnen. Aber es geschah auf eine kontroverse Weise, nachdem er mit Max Verstappen zusammenstieß, in einem Unfall, der den Spitzenreiter der Gesamtwertung aus dem Rennen warf."

DEUTSCHLAND:

"Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Das zehnte Rennen der Saison bot zwei Kampfzonen. Die auf der Strecke und die hinter den Kulissen. In beiden flogen die Fetzen."

"Bild": "Jetzt wird aus dem WM-Duell in der Formel 1 ein gnadenloser Titel-Krieg! Vor 140 000 Fans in Silverstone/England kollidieren die beiden Rivalen Max Verstappen (23) und Lewis Hamilton (36) in der ersten Runde nach einem packenden Zweikampf heftig miteinander."

"Süddeutsche Zeitung": "die Szene, die bleiben wird von diesem Sonntag in Silverstone, war das wilde Duell mit Kontakt zwischen Hamilton und Verstappen in der ersten Runde. Die Spannung zwischen den beiden hatte sich nicht nur angedeutet, sie hatte sich bis zum Höhepunkt gesteigert, nachdem die zwei nach dem Start losgebraust waren und sich aneinander gerieben hatten wie zwei Tangotänzer."

ITALIEN:

"La Gazzetta dello Sport": "Sieg Nummer 99 für Lewis Hamilton, der das Wochenende des Heim-Grand-Prix mit einem Sieg krönt, der die Weltmeisterschaft wieder offen macht, die bis heute fest in den Händen Max Verstappens war."

"Corriere dello Sport": "Lewis Hamilton schafft es am Ende. Der Brite triumphiert im Großen Preis von Großbritannien, zehntes Treffen der Formel-1-Saison, indem er eine Aufholjagd abschließt, nach der Strafe für den Unfall zu Beginn, der Max Verstappen zum Rückzug gezwungen hat. Auf dem zweiten Platz ein großartiger Charles Leclerc, der sich erst zum Schluss dem amtierenden Weltmeister und Hausherrn geschlagen gibt."

"Tuttosport": "Der amtierende Weltmeister setzt sich auf der Rennstrecke von Silverstone durch, dank einer schönen Aufholjagd nach der 10-Sekunden-Zeitstrafe für den Unfall mit Max Verstappen in der ersten Runde. Auf dem zweiten Platz ein hervorragender Charles Leclerc, der sich erst am Schluss beugt und den Sieg mit seinem Ferrari bis zum Ende vor Augen hat."

SPANIEN:

"Marca": "Es hieß in Silverstone Sieg oder Tod für Lewis Hamilton, der zu Max Verstappen in der ersten Runde Basta sagte (...) Der Engländer weigerte sich vor heimischem Publikum, den Fuß vom Gas zu nehmen, und seine Verbissenheit führte zu einem brutalen Unfall mit dem Holländer."

"As": "Zusammenstoß der Züge: Verstappen endet im Krankenhaus nach einer Berührung mit Hamilton, der bestraft wurde. Selbst so gewann Lewis vor einem gewaltigen Leclerc."

FRANKREICH:

"L'Équipe": "Lewis Hamilton ist wieder zum Propheten im eigenen Land geworden. Seit dem Großen Preis von Spanien sieglos, schaffte es der Mercedes-Pilot, sich stärker als die Elemente zu erweisen, um am Sonntag den achten Sieg in Silverstone einzufahren."

SCHWEIZ:

"Blick": "Dieses Rennen ist noch nicht zu Ende. Tagelang werden die Fans und Medien über den Horror-Crash zwischen Hamilton und Verstappen diskutieren. Da wurde der großartige 99. GP-Sieg des Briten – nach fünf Niederlagen – fast in den Hintergrund gedrängt."

Kommentare (2)
dieRealität2020
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Wer denkt das es ein Rennen bedingtere Zufall war ist ein Träumer.

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Dieser Crash hat genaugenommen gezeigt wie brutal und rücksichtslos Hamilton in der Formel 1 agiert. Hamilton crasht vorsätzlich schlicht und einfach den WM-Leder. Auf Risiko und Teufel komm raus. Veranstalter und FIA haben hier gegenüber Mercedes einen Bückling gemacht.
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Das zeigt allein die Verzögerung und Lächerlichkeit von 10 Sekunden an Strafe. Es ist und bleibt ein Formel 1 Zirkus. Hier trifft die Sprachörtlichkeit voll und ganz zu. Formel 1 Zirkus. Ohne Mercedes und Red Bull kann sich der Formel 1 Zirkus in die Garage stellen. Der Rest ist größtenteils Schweigen.

GanzObjektivGesehen
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Max Verstappen.

Auch bekannt unter "Mad Max", "Crashstappen" und "Zickzack Max".

Sicher heute gereifter, aber kein Engel. Beide hatten Platz, keiner hat nachgegeben.
Es hätte auch Hamilton in der Mauer enden können. Laut Regelwerk hätte man unter den (noch immer unklaren Umständen) Hamilton auch gar nicht bestrafen müssen....