"Fast außerirdisches" AutoMax Verstappen: "Das Fahren ist ein Genuss"

Max Verstappen über ein „fast außerirdisches“ Auto, die Steiermark als Heimrennen und warum die Verlockung zum Feiern nicht in die Tat umgesetzt wird.

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Max Verstappen © (c) AFP (CHRISTIAN BRUNA)
 

Dritter Sieg in Folge innerhalb von zwei Wochen. Der „Triple-Header“ war ein Erfolgslauf für Max Verstappen. Die Form stimmt derzeit, oder?

MAX VERSTAPPEN: Das kann man wohl sagen. Es ist einfach unglaublich. Und es war diesmal sogar einfacher als am ersten Wochenende in Spielberg. Das Auto ist einfach genial. Wir haben eine Balance, die ihresgleichen sucht, wir sind im Topspeed weit oben. Im Grunde sind auch alle Reifen perfekt. So war es auch diesmal mit den weicheren Reifen. Alle Mischungen haben gleich gut funktioniert, das ist selten.

Sie haben gesagt, dass Sie sich in der Favoritenrolle wohlfühlen. Stimmt das immer noch, vor allem, wenn man nun Richtung WM-Gesamtwertung blicken muss?

Ja, natürlich. Es ist immer gut, ein Rennen als Favorit zu beginnen. Vor allem wenn man weiß, dass man ein Auto hat, mit dem man auch gewinnen kann. Aber eines muss man dazu schon sagen: Das alles ist nicht selbstverständlich. Alles so unter Kontrolle zu haben, wie ich es beim Grand Prix von Österreich hatte, das ist eher selten.

Grand Prix von Österreich? Mit dem vielen Orange ist das nicht schon fast wie in Zandvoort?

Nein, der GP von Österreich bleibt der GP von Österreich. Egal, welche Fans da sind. Aber Spielberg wird immer ein Heim-Grand-Prix für mich und für Red Bull Racing sein. Ich fühle mich hier auf dem Red-Bull-Ring schon wie zu Hause. Die „orange Armee“ ist für mich eine unglaubliche Motivation. Ich habe in der Schlussrunde nur noch orange Wolken gesehen, einfach großartig. Vor allem, dass die Fans wieder zurück sind. Das waren wir zum Schluss schon gar nicht mehr gewöhnt. Hoffentlich haben wir das dann aber auch in Zandvoort Anfang September.

Zwei perfekte Wochenenden also in Spielberg. Gab es überhaupt Grund zur Kritik? Am Samstag im Qualifying wirkten Sie zumindest kurz verärgert.

Ach, da habe ich mich zuerst geärgert, weil mich die Box als ersten Fahrer hinaus auf die Strecke geschickt hat. Aber der Ärger war schnell verflogen. Und im Rennen bin ich beim Re-Start nach dem Safety-Car etwas zu langsam aufs Gas gestiegen. Da ist Lando Norris schon knapp hinter mir gewesen.

Wird jetzt einmal ein bisschen gefeiert, nach drei Siegen in Folge?

Meine Landsleute auf den Tribünen werden sicher ein paar Bier trinken. Die können sich so richtig freuen. Wir im Team werden sicher weiter nach vorne schauen müssen, ja nicht locker lassen. Aber es läuft derzeit wirklich gut. Diesen Augenblick kann man nur genießen – und hoffen, dass es so weitergeht.

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