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Grand Prix in MexikoStrafe: Verstappen rückversetzt - Leclerc erbt die Pole Position

Max Verstappen im Red Bull hat sich die Pole Position für den Grand Prix in Mexiko-Stadt gesichert - aber nur für dreieinhalb Stunden. Dann wurde er um drei Plätze nach hinten versetzt und Ferrari "erbte" die sechste Pole Position in Serie. Valtteri Bottas hatte Glück im Unglück.

Valtteri Bottas
Valtteri Bottas erwischte es in der letzten Kurve © GEPA pictures
 

Max Verstappen startet in Mexiko-Stadt das zweite Mal in seiner Formel-1-Karriere von ganz vorne. Glaubte er zumindest. Doch dreieinhalb Stunden, nachdem der Niederländer im Red Bull die schnellste Runde im Qualifying für den Grand Prix von Mexiko gedreht hatte, kam alles anders. Denn der 22-Jährige wurde um drei Plätze zurückversetzt - er hatte eine gelbe Flagge missachtet. Und so "erbte" Ferrari zum sechsten Mal in Serie die Pole Position.

Und zwar in Gestalt von Charles Leclerc, der zusammen mit Sebastian Vettel die erste Reihe bildet. Dahinter folgt Lewis Hamilton im Mercedes, dann erst Verstappen. Das Problem: Der Red-Bull-Pilot hatte die gelbe Flagge im Qualifying missachtet, sein Fehlverhalten wurde ihm auch per Video (siehe unten) nachgewiesen, die Strafe damit unausweislich. Und so gab es statt der zweiten Pole seiner Karriere eben nur Platz vier. 

Der Brite Hamilton kann sich im viertletzten WM-Rennen am Sonntag (20.10 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky) vorzeitig seinen sechsten Titel sichern, womit er in der Bestenliste Juan Manuel Fangio überholen und zum alleinigen Zweiten hinter dem siebenmaligen Champion Michael Schumacher aufrücken würde. Dafür muss er aber zumindest 14 Punkte mehr sammeln als sein Teamkollege Valtteri Bottas, der in der Qualifikation in der letzten Kurve einen Unfall baute und als Sechster ins Rennen gehen wird. Der Finne konnte selbst aus seinem beschädigten Wagen aussteigen.

Um 14 Punkte mehr zu holen, muss Hamilton zumindest auf den dritten Platz kommen. In den vergangenen beiden Jahren hatte er in Mexiko stets das Podium verpasst, obwohl er hier seine WM-Titel vier und fünf fixierte. Seit der Rückkehr des Mexiko-Grand-Prix in den Kalender im Jahr 2015 ist der Rennsieger immer aus der ersten Reihe gestartet. Hamilton gewann 2016 von der Pole Position, der Titel in jenem Jahr sollte aber an seinen damaligen Stallrivalen Nico Rosberg gehen.

Mexikoliegt Verstappoen: Schon in den vergangenen beiden Jahren war jeweils Verstappen der strahlende Sieger im Autodromo Hermanos Rodriguez. "Hier ganz vorne zu stehen, ist natürlich unglaublich. Wir wissen, dass Ferrari sehr schnell ist auf den Geraden", sagte der Niederländer. "Ein Riesen-Dankeschön an das Team, sie arbeiten so hart und bringen immer etwas Neues. Heute haben wir gezeigt, dass wir sehr schnell sind." Nach der Strafe war er enttäuscht: "Es ist sehr enttäuschend. Aber ich kann eines versprechen. Es wird ein enges Rennen, denn unser Auto ist auch im Rennen sehr, sehr schnell!"

Red-Bull-Berater Helmut Marko teilte die Einschätzung. "Wir waren das ganze Wochenende sehr schnell", meinte der Steirer. "Beide Runs von Max waren souverän, dann kommt die Pole Position", analysierte er gewohnt nüchtern. Allerdings gab Marko zu bedenken: "Mit der Power von Ferrari wird es schwierig sein, die Position zu verteidigen." Der Thailänder Alexander Albon kam im zweiten Red Bull auf den fünften Platz.

Leclerc blieb im entscheidenden letzten Quali-Abschnitt 0,266 Sekunden hinter Verstappen. Ferrari verpasste damit zum ersten Mal seit der Sommerpause den besten Startplatz, den man aber am grünen Tisch doch wieder erhielt. Trotzdem zeigte sich der Monegasse "sehr happy", wie er sagte. "Insgesamt war Max zu schnell. Aber das Rennen ist morgen, wir haben eine gute Geschwindigkeit auf den Geraden."

Vettel gab zu, bei seinem letzten Versuch wegen der Gelben Flaggen nach dem Bottas-Crash aufgehalten worden zu sein. "Aber das Auto hat sich gut angefühlt. Natürlich war Max ein bisschen schneller", meinte der Teamrivale von Leclerc aus Deutschland. Verstappen hatte aber selbst zugegeben, nicht wie vorgeschrieben vom Gas gegangen zu sein.

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