Den Riesentorlauf der Herren war unglaublich anzusehen, das Ergebnis aus österreichischer Sicht natürlich ein Wahnsinn. Und wenn ich so nachdenke, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das „Haaser-Märchen“, heute im Slalom der Damen eine Fortsetzung findet – mit Mikaela Shiffrin. Gut, die Voraussetzungen sind andere, Raphael Haaser war im Weltcup in dieser Disziplin davor noch nie auf dem Podest, Mikaela Shiffrin hat 99 Weltcupsiege auf dem Konto, das ist schon klar. Aber: Haaser wurde erst knapp vor der WM nach einer Verletzungspause von sechs Wochen fit, hat dann sofort zugeschlagen. Mikaela Shiffrins Pause dauerte noch länger, die Verletzung war anders strukturiert und schlug ihr offenbar auf die Psyche, über einen Riesentorlauf traut sie sich nach wie vor nicht.