Es sollte das Comeback im Kärntner Sportkalender 2025 werden, das Hannes Jagerhofer im November mit der Rückkehr des Beachvolleyball Grand Slams an den Wörthersee verkündete. „Es ist für uns Sportler ein Schock. Die erste Meldung, dass doch keine Fortsetzung in Kärnten geplant ist, war hart“, sagt Xandi Huber. Dass es verbunden mit der Pleite der Jagerhofer-Eventfirma Acts „auch langfristig kein Turnier mehr geben soll, macht die Enttäuschung noch größer. Für Robin Seidl und mich war es eine Achterbahnfahrt der Gefühle“, so Huber und fügt an: „Ich bin mit diesem Turnier groß geworden.“ Jetzt muss man sich auf die Zeit nach dem Event vorbereiten. Vergleichbares findet man in Österreich nicht. Huber: „Es gibt engagierte Veranstalter, aber das kann man so nicht ersetzen.“

Gemeint sind hier die Turniere in Litzlberg am Attersee, in Baden bei Wien und in Wolfurt. „In Baden gibt es heuer mit dem Challenge-Turnier eine Neuerung, es ist die zweithöchste Kategorie auf der Welttour“, erzählt Huber. Am Tiefpunkt ist die Stimmung aber nicht. „Die Ergebnisse in Österreich sind ja gut, aber es ist halt für den Sport ein großer Verlust“, so Huber. Der Lichtblick bleiben die drei Events, wie das von HSG in Baden. Sie sollen auch Interesse an Kärnten haben, in Baden hatte man bisher rund 4500 Zuseher. „In Klagenfurt hatten wir bis zu 8000. Alle Österreicher, die international Beachvolleyball spielen, hatten am Anfang das Ziel, beim Grand Slam in Klagenfurt aufzuschlagen“, sagt Huber und fügt an: „Ich bin gespannt, wie sich das auf die Motivation der jungen Sportler auswirken wird.“

In der Indoor Beach League war man mit dem ABC Wörthersee heuer schon erfolgreich und fuhr den ersten Titel ein. Aktuell befinden sich Huber und Seidl im Trainingslager auf Teneriffa. „Anfang April steigt in Thailand wieder das erste World Tour-Turnier, hierfür bereiten Robin und ich uns gerade vor“, sagt Huber. Erfreulich: Für das Nationalteam-Trainingszentrum in Klagenfurt konnte man mit Jussi Tommola einen erfahrenen Trainer an Bord holen.