Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es bei einem Bewerb um den fünften Platz sprichwörtlich um die goldene Ananas geht, doch in der Frauen-Volleyballliga bietet das Erreichen dieses Ziels noch eine theoretische Chance auf einen Europacup-Startplatz. Das bietet Motivation genug für die ATSC Wildcats, beim heutigen Halbfinal-Match gegen Hartberg in dieser Hinsicht den ersten Schritt zu tun. Der sportliche Leiter Helmut Voggenberger erwartet sich jedoch auch unabhängig von extrinsischen Anreizen vollen Einsatz: „Es geht jetzt um Schadensbegrenzung. Die Leistung gegen Graz war unzureichend und wir wollen den fünften Platz jetzt auf jeden Fall erreichen.“ Die Hartberger befinden sich in einer Formkrise, konnten nur ein Match aus den letzten zehn für sich entscheiden und waren zuletzt im Viertelfinale gegen Innsbruck chancenlos.
Nach der relativ langen Wettkampfpause ist Voggenberger aber gewarnt: „Es wird ganz sicher kein einfaches Spiel. Der Großteil der Mannschaft ist noch nicht optimal im Rhythmus.“ Daher baut der Trainer für dieses Match auch auf Akteurinnen aus der U20, die letzte Woche bei den Staatsmeisterschaften überraschend Silber holen konnten. „Das war ein toller Erfolg, ich bin sehr stolz“, zeigt sich Voggenberger begeistert und fügt an: „Jetzt geht es darum, den Schwung mitzunehmen und dieses Minimalziel inklusive Europacup-Chance doch noch zu erreichen.“ Sollte die Hürde Hartberg genommen werden, träfen die Frauen des ATSC in der alles entscheidenden Partie entweder auf Salzburg oder Trofaiach.
Volleyball
Wildkatzen auf ihrer letzten Pirsch
Die ATSC Wildcats peilen in der Frauen-AVL nach dem Aus im Viertelfinale gegen Graz den fünften Platz an. Der erste Gegner heißt Hartberg. Die Steirer reisen mit lediglich einem Sieg aus den letzten zehn Spielen nach Klagenfurt.
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