Letzten Oktober sprach Gernot Messner nach seinem Aus als Chefcoach beim GAK von einer „durcheinandergewirbelten Gefühlswelt mit einer gewissen Leere. Das hat schon etwas mit mir gemacht“, meinte der 44-Jährige, der im Jänner 2022 mit den „roten Teufeln“ erstmals ein Profiteam übernommen hatte und letzte Saison souverän den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. „Messi“ habe sich zwar innerlich darauf vorbereitet und im Grunde gespürt, was ihn erwarten wird, doch die Realität ist in der Regel eine völlig andere.
Inzwischen sind ein paar Monate verstrichen und der Oberkärntner, der die letzten zwei Austria-Klagenfurt-Partien im Stadion mitverfolgt hat, wäre bereit für ein neues „Abenteuer“. „Ich habe schon eine Weile gebraucht bis die Energie wieder zurückgekommen ist. Sprich, dass ich mir vorstellen konnte, wieder in eine Kabine zu gehen und selbstbewusst aufzutreten. Inzwischen, muss ich gestehen, wird es schön langsam langweilig“, erklärt der Kärntner, dem bewusst ist, dass gewöhnlich der April prädestiniert für Trainerwechsel ist. „Jetzt ist es einfach noch etwas zu früh“, betont Messner, der analytische Typ, der auf Kommunikation setzt und das immer auf Augenhöhe.
„Bester Passspieler seines Jahrgangs“
Dementsprechend blieb für den ehemaligen WAC-Kicker zuletzt Zeit für etwaige Hobbys wie Skifahren und Eishockey. Die Nummer eins bleibt aber freilich der Fußball. So scheint es wenig überraschend, dass Sohn Mika seinem Papa am Spielfeld um nichts nachsteht. Der Zwölfjährige ließ kürzlich im Schülerligalandesfinale sein Potenzial aufblitzen und schoss Waidmannsdorf (1:0) mit seinem Goldtor zum Futsal-Titel.
Das Treibacher Nachwuchstalent ist nach Aussagen seines Papas „der beste Passspieler seines Jahrgangs“. Direkt über Fußball gesprochen wird jedoch eher weniger: „Ob es ihm taugt, dass ich ihm gern zuschaue, bezweifle ich. Ich spreche ihn auch nie über seine Leistung an, weil nicht das zählt, was der Papa sagt, sondern der Trainer ist der Trainer“, erzählt Messner, der daheim so oder so nie den Trainer raushängen lassen würde.