Mit zwei Unentschieden startete Kalsdorf als Aufsteiger solide in die neue Saison. „Es wäre aber in beiden Spielen mehr drin gewesen“, sagt Neuzugang Christoph Urdl. Im Sommer übersiedelte Urdl von Bundesligist Hartberg nach Kalsdorf. „Ich hatte sogar noch ein Jahr Vertrag in Hartberg, aber mein Schambein machte da nicht mehr ganz mit. Es war von Anfang dann eine klare Tendenz Richtung Kalsdorf da“, sagt Urdl. In den vergangenen Jahren gab es für den 25-Jährigen viele Vereinswechsel mit Höhen und Tiefen. Nach einer Top-Saison in Deutschlandsberg kam der Schritt in die Bundesliga, zuletzt kickte Urdl leihweise in Voitsberg, ehe es nun zurück in die Regionalliga ging. „Vor allem zu Beginn in Hartberg habe ich mehr gespielt als gedacht. Ich hatte erst später einen leichten Einbruch, weil ich dann trotz guter Leistungen nicht mehr reingekommen bin“, sagt der Flügelspieler, der einst sogar das Siegestor für Hartberg gegen Rapid erzielte. „Die Zeit werde ich nie vergessen, ich habe dort auch einige Freunde fürs Leben gefunden.“
Nicht ganz so positiv lief es für Urdl in Voitsberg. „Ich hatte es mir besser vorgestellt, der Fußball passte nicht ganz zu mir.“ Letztlich gab es auch noch den bitteren Abstieg. Nun liegt der Fokus wieder auf der Regionalliga und auf dem Studium. „Ich möchte endlich fertig studieren. Bei mir ist damals im Fußball so viel aufgegangen, dass ich diesen Schritt hinauf machen wollte. Während ich Profi war, ist im Studium nicht viel weitergegangen“, sagt der Lehramt-Student in den Fächern Sport und Geschichte.
In Kalsdorf ist, aufgrund einiger Zugänge, die Kaderbreite in der Offensive bemerkenswert. „Wenn jetzt noch ein Rad in das andere greift, können wir auch in der Regionalliga weit oben sein. Ich will offensiv attraktiven Fußball spielen.“
Urdls Cousin, Konstantin Schopp, wechselte im Sommer nach Mainz, im November soll es dann ein Wiedersehen geben. „Da werden wir mal hinaus fahren und auch in München Halt machen. Dort spielt nun mit Manuel Pfeifer einer meiner besten Freunde.“