Es bleibt ewig nur eine Spekulation. Interessant wäre es dennoch, zu erfahren, ob sich eine Mannschaft mit Stefan Lainer, Aleksandar Dragovic, Philipp Lienhart, Andreas Ulmer, Valentino Lazaro, Julian Baumgartlinger, Xaver Schlager, Christoph Baumgartner, Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic in einem Duell gegen jegliche Formation des verbliebenen 23-Mann-Kaders im Nationalteam durchsetzen würde. Es handelt sich um ein Ensemble, das fast durchgehend gespickt ist mit Stammspielern. Lainer, Dragovic, Ulmer (bei ihm besteht zumindest die Chance, dass er doch noch ins Teamquartier nachstößt), Schlager, Baumgartner, Arnautovic und Kalajdzic kamen bei der Europameisterschaft auf reichlich Einsatzzeiten.

Was diese zehn Akteure noch mitbringen: reichlich Erfahrung. Insgesamt 426 Länderspiele bestritten sie. Damit das richtig eingeordnet werden kann: Die noch übrig gebliebenen 20 Feldspieler kommen auf insgesamt 470 Länderspiele – 43 weitere haben die drei Torhüter vorzuweisen. Die Qualitätsfrage muss in Anbetracht der Fakten nicht gestellt werden. Gerade einmal die Hälfte der derzeit im Team befindlichen Feldspieler (Philipp Mwene, Maximilian Wöber, Kevin Danso, Ercan Kara und Marco Grüll wurden nachnominiert) zählt in den Klubs zu Stammkräften.

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Keine idealen Voraussetzungen für das Ziel, das Ruder nach dem verpatzten Lehrgang im September, als es nach dem 2:0-Sieg in Moldawien Niederlagen in Israel (2:5) und gegen Schottland (0:1) setzte, herumzureißen. „Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können. Wir wissen genau, dass der letzte Lehrgang schlecht war und nicht unseren Ansprüchen genügt hat. Jetzt wollen wir als Gruppe alles unternehmen, damit wir diesen Lehrgang erfolgreich bestreiten“, sagt Peter Schöttel, der Sportdirektor des ÖFB, der auch Teamchef Franco Foda in Schutz nimmt. „Er wird für viele Dinge verantwortlich gemacht, für die er wenig kann. Wir haben mit ihm all unsere Ziele erreicht und ich bin guter Dinge, dass wir mit ihm zur WM fahren.“

Am Samstag geht es auf die Färöer, bevor am nächsten Dienstag in Dänemark der souveräne Tabellenführer wartet. Die Auswärts-Länderspielbilanz gegen die Insulaner sieht mit einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage aus Sicht der Österreicher immerhin etwas rosiger aus als gegen Dänemark. Dort gab es in vier Duellen bei drei Niederlagen gerade einmal ein Remis zu bejubeln.