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Norwegens NotnagelVeton Berisha: "Nationalmannschaft war für mich eigentlich schon gestorben"

Norwegens Interims-Trainer sieht einen psychologischen Vorteil bei seiner Notelf, Ex-Rapidler Valon Berisha kehrt in die für ihn "eigentlich schon ein bisschen gestorbene" Nationalmannschaft zurück.

FUSSBALL: UNIQA OeFB CUP / FC KUFSTEIN - SK RAPID WIEN
Veton Berisha kickte von 2017 bis 2019 beim SK Rapid. © APA/EXPA/ STEFAN ADELSBERGER
 

Dass Norwegens interimistischer Teamchef Leif Gunnar Smerud über einen Uni-Abschluss in Psychologie verfügt, sollte vor dem Nations-League-Spiel am Mittwoch in Wien gegen Österreich kein Nachteil sein. Der 43-Jährige war zuletzt vor allem damit beschäftigt, eine völlig neuformierte Mannschaft unter schwierigen Umständen bei Laune zu halten und auf die kuriose Situation einzustellen.

Die kurzfristig einberufenen 18 Kicker reisten am Montag aus ganz Europa an und mussten sofort nach ihrer Ankunft in Oslo ein Einzelzimmer in einem Flughafenhotel beziehen. Persönlicher Kontakt war vorerst untersagt, weil die Corona-Test-Ergebnisse am frühen Dienstagnachmittag noch ausständig waren.

Norwegens Notelf trainierte nur einmal

Alle negativ getesteten Norweger flogen am späteren Nachmittag per Charter nach Wien, wo um 20.30 Uhr im Happel-Stadion das Abschlusstraining geplant war. Dabei handelte es sich um die einzige Einheit, die das bunt zusammengewürfelte Team vor dem Duell mit der ÖFB-Auswahl absolvierte.

Das Training dient laut Smerud vor allem dazu, "die Körper nach der Reise zu aktivieren, weil sie zuvor ja alle in ihren Zimmern isoliert waren. Wir müssen die Körper bewegen und die Leute zusammenbringen. Das wird der Kern dieses Trainings sein".

Veton Berisha will sich beweisen

Trotz aller Probleme sieht der etatmäßige norwegische U21-Teamchef auch einen psychologischen Vorteil bei seiner Mannschaft. "Sie haben fürchterlich viel zu gewinnen und sehr wenig zu verlieren."

Zur möglichen Aufstellung machte Smerud keine konkreten Angaben und berichtete lediglich, auf Kicker setzen zu wollen, die in der Vergangenheit bereits gemeinsam gespielt haben. "Es ist ein Puzzle, das man lösen muss. Das macht es sehr komplex und anspruchsvoll", erklärte der Coach.

Ein Kandidat für einen Platz in der Startformation ist Ex-Rapidler Veton Berisha. "Für mich war die Nationalmannschaft eigentlich schon ein bisschen gestorben. Nun hoffe ich, dass ich die Möglichkeit bekomme, es gut zu machen. Ich bin auf alle Fälle sehr gerüstet und freue mich", meinte der Stürmer, der sein viertes und bisher letztes Länderspiel am 4. September 2016 beim 0:3 gegen Deutschland absolvierte.

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