Die Emotionen rund um die Verkündung, dass sich Sturm-Stürmer Leon Grgic nach 26 Einsätzen in diversen Junioren-Auswahlen des ÖFB für eine Nationalteam-Zukunft in Kroatien entschieden hat, offenbarten, wie sensibel die Thematik ist. Gerne ist in solchen Fällen etwas theatralisch von „verlorenen Söhnen“ die Rede. Nüchtern betrachtet, schlagen mitunter zumindest zwei, manchmal sogar mehr Herzen in einer Brust. Das Konzept einer A-Nationalmannschaft erfordert allerdings mittelfristig eine sehr persönliche Entscheidung, die es zuvorderst einmal zu akzeptieren gilt. Deren Hintergrund kann eine größere Bandbreite haben - von Nationalstolz bis hin zu einer Business-Entscheidung für jenes Land, bei dem die Einsatzchancen am größten sind.