Leon Grgic wird nicht für das österreichische Nationalteam auflaufen, das gab der ÖFB bekannt. Der 19-jährige Stürmer vom SK Sturm lehnte im Juni sowohl eine Einberufung für die A-Nationalmannschaft, als auch für das U21-Team ab und wird in Zukunft seine Schuhe für Kroatien schnüren.

„In den vergangenen beiden Jahren stand der ÖFB mit Grgic und seinem familiären Umfeld in engem, sowohl inhaltlich als auch emotional intensivem Austausch. Dabei wurden dem Spieler klare Perspektiven und konkrete Entwicklungsschritte im Nationalteam aufgezeigt. Die Verantwortlichen haben nichts unversucht lassen, den Spieler nachhaltig für den rot-weiß-roten Weg zu begeistern“, erklärte der ÖFB in einer Aussendung.

In Zukunft frühe Entscheidungen

Grgic durchlief sämtliche Nachwuchs-Nationalteams und auch das Spitzenförderprogramm Projekt12. Im Zuge der Entscheidung gab der heimische Fußball-Verband bekannt, dass in Zukunft frühzeitig Klarheit herrschen soll, für welche Nation Talente auflaufen wollen. „Mit der Etablierung der Position von Sebastian Prödl als Leiter Nachwuchs-Nationalteams haben wir ein Zeichen gesetzt, diese sensiblen und strategisch wichtigen Themen noch intensiver und professioneller anzugehen“, sagte Sportdirektor Peter Schöttel.

„Die persönliche Entscheidung jedes Spielers ist natürlich zu respektieren. Es muss aber künftig unser Ziel sein, dass die hohen Investitionen des ÖFB in Talente denen zugutekommen, die sich auch emotional und mit voller Überzeugung für den österreichischen Weg entscheiden“, fuhr er fort. Sebastian Prödl ergänzte: „Der ÖFB wird seinen strategischen Weg konsequent weiterverfolgen – mit Fokus auf jene Spielerinnen und Spieler, die mit Überzeugung, Identifikation und Leidenschaft den rot-weiß-roten Weg mitgehen.“