Mit dem 2:0 über Dornbirn ist der GAK in der 2. Liga nicht nur seit sechs Spielen ungeschlagen, sondern bleibt auch auf vier Punkte an Tabellenführer St. Pölten dran. Nach einer halben Stunde ohne nennenswerte Höhepunkte machten das nur wenige Sekunden wieder wett. Dornbirns Silvan Kriz rutschte im Mittelkreis mit Ball am Fuß weg, Michael Liendl zögerte keine Sekunde und zog aus der eigenen Spielhälfte ab. Torhüter Justin Ospelt konnte den ideal angetragenen Schuss nur in höchster Not im Zurücklaufen zur Ecke klären. Diese flog den Gästen dann aber um die Ohren, ein Peham-Schuss wurde direkt auf den Kopf von Paul Koller abgefälscht und der sorgte für die umjubelte Führung (32.).

Auch im zweiten Durchgang stand der GAK defensiv gewohnt stabil und setzte zeitweise Akzente nach vorne. Gernot Messner brachte in der 64. Minute Levan Eloshvili und Thomas Schiestl ins Spiel, die sechs Minuten später beide an der größten Chance der Rotjacken direkt beteiligt waren. Eloshvilis flacher Ball ging durch zum einlaufenden Schiestl, doch Dornbirn-Kapitän William Rodrigues warf sich heroisch in den Schuss und klärte den Ball auf der Linie noch an die Latte.

In der Schlussphase hatten die Gäste noch ein, zwei durchwegs brauchbare Gelegenheiten, die vergebene Großchance rächte sich aber nicht. Auch, weil Lukas Gabbichler, der mit Meniskuseinriss seit Mitte August kein Spiel mehr für die Grazer bestritten hatte, in der 78. Minute eingewechselt wurde und ein Traum-Comeback gab. Denn in der Nachspielzeit wurde der 24-Jährige im Strafraum an der Schulter zu Boden gerissen, Michael Liendl sorgte vom Elfmeterpunkt für die Entscheidung. Der GAK springt durch den Sieg vorerst auf Rang sechs und hat nur vier Punkte Rückstand auf die Spitze.

Auch Sturm II und Kapfenberg gewinnen

Vorwärts Steyr unterlag vor heimischer Kulisse gegen Sturm Graz II mit 1:3 (1:1), Schlusslicht Kapfenberg besiegte den FC Liefering trotz zweimaligem Rückstand mit 3:2 (1:1). Für Sturms Nachwuchs-Auswahl waren in Steyr mit Christoph Lang (27., 91.) und Mohammed Fuseini (80.) zwei schon in der Bundesliga erprobte Akteure erfolgreich. In Kapfenberg brachte Karim Konate die Lieferinger zwar mit seinem neunten Saisontor auf Kurs, doch Kapfenberg schlug fast umgehend durch Stefan Kordic zurück. Auch durch das 1:2 nach etwas mehr als einer Stunde ließen sich die Steirer nicht beirren und schafften durch einen Doppelschlag von Mark Grosse (70.) und Luca Hassler (73.) noch die Wende.