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Nach 4:0 gegen AltachSturm will "eine Heimserie starten"

Sturm Graz hat sich gegen schwache Altacher bärenstark präsentiert und nach 330 sieglosen Tagen in Liebenau endlich den 300. Heimsieg der Vereinsgeschichte geholt. Auf den 301. will man nicht so lange warten.

FUSSBALL TIPICO-BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - CASHPOINT SCR ALTACH
© APA/ERWIN SCHERIAU
 

Seinen ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga mit Sturm Graz hat sich Christian Ilzer gut aufgehoben. "Es tut gut, mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause zu gehen", betonte Ilzer nach dem klaren 4:0-Heimerfolg gegen Altach vor der dreiwöchigen Liga-Pause. Mit der Ausbeute nach vier Runden ist der Trainer nur bedingt zufrieden. "Wir sollten mehr als sechs Punkte haben. Der Sieg war immens wichtig, sonst wären wir ergebnistechnisch schon unter Druck geraten."

Der Erfolg durfte nur kurz inhaliert werden, Ilzer forderte Demut ein. "Es ist ein Moment, den wir genießen können, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns." Das im Sommer gedanklich und ballesterisch neu aufgesetzte Werkl in Graz kam gegen schwache Altacher schon ganz gut ins Laufen. "Wir haben auch zuletzt gute Leistungen abgeliefert, heute haben wir uns für den Aufwand auch endlich belohnt", meinte Jakob Jantscher, mit einem Tor und zwei Vorlagen einer der Väter des ersten Heimsieges nach zuvor neun vergeblichen Anläufen.

Trotz der Leidenszeit hat das Grazer Publikum offenbar kaum an Begeisterungsfähigkeit eingebüßt. Schon vor dem Pausentee gab es stehende Ovationen, den höchsten Liga-Heimsieg seit November 2017 (6:1 Admira) quittierte ein Teil der 3.000 Besucher mit "Der SK Sturm ist wieder da"-Sprechchören. Eine schöne Sache, meinte Jantscher. "Es waren nur 3.000 Zuschauer. Aber wenn man sieht, wie sie mitfiebern und sich freuen, wenn man gewinnt, ist das besonders." Andreas Kuen erklärte: "Wir wollen schauen, dass wir eine Heimserie starten."

Altach ist mit einem Negativlauf konfrontiert. Neben den Ergebnissen sind nun auch die Vorstellungen wenig erbaulich. Nach vier Runden liegt die schon sieben Partien sieglose Mannschaft von Alex Pastoor mit einem Zähler am Tabellenende. "Wir haben einen Plan, der im Moment überhaupt nicht aufgeht", gestand Sportdirektor Christian Möckel auf Sky.

Die für den Ballbesitzfußball von Pastoor nötige Spielkontrolle kriegen die Vorarlberger derzeit nicht hin. "Wir vergessen oft, dass man dafür unglaublich viel tun muss", erinnerte Pastoor. Er vermisst die Arbeitermentalität. "Das ist 'Schaffe' ohne Ende, Nachdenken ohne Ende und Zusammenarbeiten ohne Ende. Das kommt nicht von Sonne und Wind."

Möckel stellte sich schützend vor den Übungsleiter, er ließ noch keine Diskussion zu. "Ich bin in der tagtäglichen Arbeit von ihm überzeugt." Pastoor hat nun zwei Wochen Zeit, um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Nach dem Cup-Heimspiel gegen den Salzburger Drittligisten Seekirchen geht es in der Liga zu Hause gegen die Admira darum, punktemäßig den Anschluss an die Südstädter nicht zu verlieren. Dann sollen auch Pastoors Planspiele wieder besser umgesetzt werden. Möckel: "Daran arbeiten wir und nicht, dass wir den Trainer austauschen."

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