SK Sturm Günter Kreissl präsentiert dem Vorstand seine Analyse

Heute gibt es bei Sturm eine Vorstandssitzung, bei der Geschäftsführer Günter Kreissl eine ausführliche Analyse vortragen wird.

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Roman Mählich, Christian Jauk und Günter Kreissl (von links) spielen heute eine Hauptrolle bei Sturms Vorstandssitzung © Montage Gepa 3
 

Einen Tag nach dem Ende der enttäuschenden Saison des SK Sturm haben sich Trainer und Spieler in den Urlaub verabschiedet. Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl arbeitete aber fleißig, und zwar an einem „Analysekonzept. Das ist nichts, was man in ein, zwei Stunden abgeschlossen hat“, sagt der 45-Jährige. „In diese Analyse fließen die gesamte Saison und der Status quo ein.“

Hintergrund ist die heutige „planmäßige“ Vorstandssitzung. Bei dieser muss Kreissl die Analyse präsentieren. „Deshalb gilt es, alles aufzuarbeiten und meine Eindrücke zu schildern“, sagt er und blickt bereits in die Zukunft. „Wir wollen uns so schnell wie möglich so aufstellen, wie wir in die neue Saison gehen wollen. Ich werde verschiedene Wege aufzeigen, die man gehen kann.“

Ein von vielen geforderter und definitiv der einfachste Weg wäre eine Ablöse von Trainer Roman Mählich. Dass diese Trennung bereits beschlossene Sache sein soll, wie von vielen gemunkelt, „ist derzeit eine exklusive Meinung von Einzelnen“, wie Kreissl betont. Vor nicht einmal drei Wochen stärkte der Geschäftsführer Sport seinem Trainer den Rücken, „weil Roman Mählich so richtig brennt“. Vor der Mählich-Ära hatte Kreissl, auf seine Person bezogen, betont: „Wenn das auch nicht funktioniert, geht es darum, Verantwortung zu übernehmen.“

Eine Beurlaubung von Mählich wäre in der Ära Kreissl der dritte Trainerwechsel innerhalb von nicht einmal eineinhalb Jahren. Während Franco Foda freiwillig als Teamchef zum ÖFB ging, wurde Heiko Vogel nach 38 Partien im November 2018 nach Vizemeistertitel und Cupsieg verabschiedet. Mählich erreichte beide Saisonziele – den Einzug in die Meistergruppe und einen Europacupstartplatz. Mehr war mit diesem Kader nicht drin.

Das betonten sowohl Vogel – der permanent Sturms Saison-Topscorer Peter Zulj zur Verfügung hatte – als auch Mählich. Was auffällt: Wie Vogel wird auch Mählich nicht zu einer Analyse zitiert. Dabei wären in Krisensituationen verschiedene Meinungen und Denkanstöße essenziell.
Die Frage lautet, ob Sturm erneut den einfachen Weg geht. Vielmehr sollte nicht nur Kreissl eine Analyse machen, sondern auch der gesamte Vorstand sich selbst kritisch hinterfragen. Er hat die Bestellung von Mählich, der noch für ein Jahr einen Vertrag hat, einstimmig abgesegnet. Es wird spannend werden, wie nicht einmal sieben Monate später entschieden wird.

Kommentare (4)
stev
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Neuverpflichtung

Und der nächste fehlkauf mit Sakic

one2go
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ad Mäh, Mäh, Mählich

„Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!“
Sofort einen neuen Trainer zu engagieren hätte zusätzlich den Vorteil, dass dieser mit Beginn des Trainings für die Zusammenstellung der Mannschaft verantwortlich wäre!

Nixalsverdruss
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Was soll man dazu noch sagen?

Wenn der Vorstand damit zufrieden ist, dass der Geschäftsführer Sport nur analysiert, dann ist das die eine Sache.
Wenn es aber zu keiner qualitativen Veränderung kommt oder kommen kann, dann ist das die andere Sache.
Das Resultat wird sein, dass dann der Vorstand das alleine zu verantworten hat.
Ich würde mir wünschen, dass der Präsident auch im Verein so verantwortungsvoll agiert wie in seinem "Brotberuf". Wenn dort der Erfolg ausbleibt kann es sich die Bankengruppe nicht leisten, Mitarbeiter durchzufüttern.
Dort geht es um Milliarden - hier nur um ein paar Millionen Jahresbudget und zigtausend Fans, oder?

LPEWHL51JPPZTNXD
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Da wird sicher nicht drinnen stehen - daß Er - Kreissl - diese Saison zu verantworten hat!

wetten?