Otar Kiteishvili bleibt das Um und Auf des SK Sturm. Beim 5:2-Auswärtssieg erzielte der Georgier seinen siebenten Doppelpack in der Bundesliga. Mit seinen Saisontreffen elf und zwölf ist er der schwarz-weiße Erfolgsgarant und übernahm zudem die Führung in der Torschützenliste. In der Klub-internen Wertung liegen vier Spieler mit je drei Treffern auf Platz zwei: Maurice Malone, Leon Grgic, Seedy Jatta und Belmin Beganovic. Letztgenannter erlitt am Sonntag beim rüden Foul von Philipp Wiesinger eine Verletzung. Wie schwer diese ist, wird bei einer Magnetresonanz-Untersuchung (MRT) festgestellt. Der VAR schaltete sich in diesem Fall nicht ein. Sehr wohl aktiv wurde der Video Assistant Referee beim unglücklichen Einstieg von Paul Koller gegen Johannes Eggestein. Koller sah nach einem On-Field-Review die Rote Karte und ist für das Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr, Sky live) gegen Salzburg gesperrt. Ob Beganovic und Jusuf Gazibegovic (aufgrund seiner Muskelverletzung ebenfalls eine MRT-Untersuchung), gegen die Festspielstädter spielen können, ist ungewiss. Das Duo stand beim gestrigen Spiel-Ersatztraining in Graz-Messendorf nicht auf dem Platz.
Vor dem Austria-Spiel freute sich Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch über die erlangte Stabilität in der Defensive. Gegen die Violetten war das schwarz-weiße Defensivverhalten in vielen Phasen des Spiels gelinde gesagt mangelhaft. Die Gastgeber fanden zahlreiche Chancen vor und hätten zur Pause drei oder vier Tore erzielen können. Das war auch Teil der Analyse, die gestern gefühlt länger ausgefallen ist, als üblich. „Es waren individuelle Fehler, die zu den Möglichkeiten der Austria geführt haben. Das wurde in der Besprechung klar angesprochen“, sagte der Coach. Und auch, wie ein Momentum ein Spiel plötzlich in eine andere Richtung drehen kann. Sturm siegte 5:2, weiß aber nicht wirklich weshalb. Viele Gründe für den vollen Erfolg gab es nämlich nicht.
Aufgrund der Sperre von Koller muss Ingolitsch in der Abwehr umstellen. Wer in die Mannschaft rückt, konnte und wollte Ingolitsch nicht sagen. Auch deshalb, weil die Grazer weitere angeschlagene Spieler in ihren Reihen haben. Heute hat die Mannschaft frei, ab Mittwoch beginnt eine konzentrierte und fokussierte Vorbereitung auf das Spiel gegen Salzburg. „Die kurze Woche ist schlecht für die Regeneration und das Training. Aber gleich wieder zu spielen, kann auch Vorteile haben“, sagte Ingolitsch. Nach dem Freitag-Spiel steht die zweiwöchige Länderspielpause an.