Die Enttäuschung war den Sturm-Spielern nach der klaren 0:5-Niederlage im Champions-League-Auswärtsspiel gegen Atalanta Bergamo ins Gesicht geschrieben. Einige Akteure waren kritisch, ob der gezeigten Leistungen, äußerten sich aber zugleich optimistisch nach vorne blickend. Die Pleite schmerzt, ist aber nur eine Momentaufnahme gegen einen außerordentlich guten Gegner.
Kjell Scherpen spricht Klartext und sagte: „Fünf Gegentore tun einem Tormann weh. Das war heute hart, bitter und nicht gut genug. Die Tore vier und fünf dürfen nicht passieren. Vielleicht waren wir in unserem ersten Bewerbspiel noch nicht ganz bereit und Atalanta ist in einem Flow. Gegen Leipzig müssen wir eine gute Leistung bringen, um die Champions League gut zu beenden. Dass wir auf dieser Bühne ein gutes letztes Spiel machen. Vielleicht können wir noch einen Punkt oder Punkte machen. Wir sind dennoch auf einem sehr guten Weg.“
„Eine bittere Erfahrung“
Und auch Dimitri Lavalee beschönigte nichts und meinte: „Es war sehr schwierig, weil wir es mit einem wirklich guten Gegner zu tun hatten. Wir können auf die erste Hälfte stolz sein. Der Unterschied ist, dass sie das Tor gemacht haben. Wir haben einen Tritt in den Hintern bekommen. Wir müssen aber schnell aufstehen und uns gleich wieder von unserer guten Seite zeigen. Wir haben den Ball nicht in den Reihen halten können. Wir haben viele Zweikämpfe verloren. Es war eine bittere Erfahrung und jetzt müssen wir das Spiel analysieren. Was war gut und was war nicht gut.“
Jon Gorenc Stankovic zeigte sich ebenfalls enttäuscht: „Zu diesem Ergebnis gibt es nicht viel zu sagen. Die positive Seite war die erste Hälfte. Da waren wir ganz gut im Spiel und hätten in Führung gehen können. Statt der Führung stand es dann aber 1:0 für Atalanta. Das ist Champions League, jeder Fehler wird bestraft. Und am Ende stehen wir mit fünf Toren in unserem Netz hier. Das ist kein gutes Gefühl. Wir müssen das Spiel schnell verarbeiten, denn der Fußball geht weiter. Man hat gesehen, dass Atalanta eine super Mannschaft ist. Sie haben nicht aus Zufall in der vergangenen Saison die Europa League gewonnen.“ Der Slowene blickt aber auch schon in die Zukunft auf das letzte Champions-League-Spiel am 29. Jänner in Klagenfurt gegen Leipzig und sagte: „Wir haben dort gute Erlebnisse mit dem ersten Champions-League-Sieg. Da müssen wir uns pushen.“ Und Stankovic orakelt: „Wir haben noch viel vor. Ich denke, dieses Jahr wird noch schön.“