„Wir sind hier, um den Gazi zu sehen“, sagten zwei aus Deutschland angereiste Fans, die stolz die bosnische Nationalflagge im Stadion von Lille präsentierten. Dass ihr Liebling beim abschließenden Champions-League-Spiel des Jahres in Nordfrankreich bei Sturm aber wegen einer Sperre fehlte, war ihnen nicht bewusst. „Dann sind wir eben wegen Emir Karic hier“, sagten sie mit einem Augenzwinkern. Ihr zweiter Liebling saß in der Königsklasse aber einmal mehr für 90 Minuten nur auf der Ersatzbank. Für die rund 400 mitgereisten Fans – darunter auch Ex-Spieler Jakob Jantscher – war die Aufstellung zweitrangig. Sie waren dabei, um ihren SK Sturm ein letztes Mal für etwas mehr als ein Monat zu sehen. Von Beginn an drückte der Gastgeber die Steirer in die eigene Hälfte und rund um den eigenen Strafraum. Die Sturm-Abwehr, in der Max Johnston erwartungsgemäß statt Gazibegovic begann und Gregory Wüthrich mit Niklas Geyrhofer die Zentrale bildete, wehrte sich aber (vorerst) erfolgreich.