Fünf der acht Liga-Spiele des GAK endeten mit einem Unentschieden. Nun ist ein Remis per se nichts Schlechtes, aber angesichts der Drei-Punkte-Regel bringen sie in einer derartigen Häufung in der Tabelle nur wenig. So hat etwa der LASK doppelt so oft verloren, rangiert dank seiner beiden Siege als Vorletzter aber trotzdem einen Zähler vor dem Schlusslicht aus Graz.

Die Vielzahl der Punkteteilungen nervt Trainer Ferdinand Feldhofer laut eigener Aussage bereits. „Teilweise haben wir die Unentschieden auch mit sehr guten Leistungen erreicht. Der einzige Fehler ist, dass wir keine dieser sehr guten Leistungen in Siege ummünzen konnten. Das ärgert mich richtig“, erklärt der 45-Jährige.

Selbstbewusstsein gesucht

Das 0:0 in Ried war bestimmt keine dieser guten Leistungen. Immerhin gelang den Rotjacken erstmals in dieser Spielzeit eine Zu-Null-Partie. „Aber offensiv war das einfach zu wenig“, moniert Feldhofer, der mitunter sogar ein bisschen Angst bei seinen Spielern zu spüren glaubte. Am Samstag gegen den WAC wird wieder mehr Mut gefragt sein. „Ich hoffe schon, dass man eine Reaktion sieht, wir wieder unsere Leistungsgrenze erreichen können und auch mit mehr Selbstbewusstsein spielen.“

Dass der erste Sieg nach wie vor fehlt, ist in Sachen Selbstbewusstsein bestimmt nicht hilfreich. Inzwischen ist längst egal, wie selbiger gelingt. „In Ried hätten wir den berühmten dreckigen Sieg einfahren können, wir hätten den Moment gehabt“, spielt Feldhofer auf die Chance von Ramiz Harakate an, „aber wir haben ihn wie so oft in dieser Saison nicht genützt, also müssen wir jetzt einfach dranbleiben.“

3:4 gegen WAC hat keine Relevanz

Revanchegedanken für das kuriose Heimspiel gegen Wolfsberg in der Vorsaison, das nach 3:0-Führung noch mit 3:4 verloren ging, ortet der Chefcoach keinen: „Das hat für mich gar keine Relevanz, für mich zählt nur das Hier und Jetzt.“

Der Rasen in Liebenau ist gegenwärtig nicht im allerbesten Zustand und dürfte durch das Europa-League-Spiel von Sturm gegen die Rangers weiter beansprucht werden. „Das kann ein Vorteil für den WAC sein, die das schon gewohnt sind, denn unsere Trainingsplätze sind wirklich überdurchschnittlich gut“, schmunzelt Feldhofer, findet das Thema aber eigentlich gar nicht mal so lustig: „Ich hoffe, dass wir das Spiel nicht anpassen müssen, denn wir reden schon noch von Bundesliga. Stand jetzt gehe ich nicht davon aus, dass es gar nicht zum Fußballspielen geht.“

Stand jetzt fordert Feldhofer auch keine Neuzugänge. Mit Blau-Weiß Linz (Shon Weissman) und neuerdings auch der WSG Tirol (Nikolai Baden Frederiksen) haben zwei Konkurrenten im Abstiegskampf im Angriff nachgelegt. Feldhofer, der mit dem einen oder anderen angeschlagenen und erkrankten Spieler zu kämpfen hat, ist mit der Kadersituation beim GAK weiterhin zufrieden, sagt jedoch auch: „Sollte sich eine Möglichkeit auftun, werden wir aber natürlich zuschlagen.“