Irgendwann im Laufe des GAK-Frühjahrs entstand die Annahme, dass in der Qualigruppe zehn Endspiele warten. Eine Begrifflichkeit, mit der Trainer Ferdinand Feldhofer keine allzu große Freude hatte, die sich jedoch als eine Art Running Gag durch die vergangenen Wochen zog. Kurios und erfreulich zugleich: Jetzt, da tatsächlich ein „Endspiel“ wartet, braucht es bei der WSG Tirol nicht einmal zwingend einen Sieg, um den Klassenerhalt zu fixieren. Ein Punkt reicht.

„Darüber reden wir intern nicht einmal“, bekräftigt Feldhofer das Vorhaben, in Innsbruck voll auf Sieg zu spielen. Der Schlüssel sei, abermals an die eigene Leistungsgrenze zu kommen.

Wird es am Ende ein Punkt, wird im konkreten Fall niemand etwas dagegen haben. Je zwei Siegen und Niederlagen in Feldhofers bisheriger Amtszeit stehen fünf Remis gegenüber. Inzwischen spüre die Mannschaft das Gefühl, schwer zu besiegen zu sein. „Das ist eine Stärke von uns geworden. Das gibt den Spielern ein gutes Gefühl, und auch die Gegner wissen, dass es gegen uns ganz schwierig ist, Chancen zu kreieren und ein Tor zu erzielen.“

Anders als beim Sieg gegen den LASK hat der Coach wieder die personelle Qual der Wahl, auch die zuletzt verletzten Milos Jovicic und Petar Filipovic stehen wieder im Training. Wen auch immer der Trainer spielen lässt, er baut auf jenen Teamgeist, der die hoffnungsvolle Ausgangsposition im Fernduell mit Altach und Klagenfurt ermöglicht hat.

Noch wartet der GAK auf sein Foto

Was fehlt, ist der letzte Schritt. „Wir werden alles geben, um das wundervolle Bild des Klassenerhalts schießen zu können“, verspricht Feldhofer. Dieses Foto sehnt der Aufsteiger schon länger herbei.