Wie der 1:0-Sieg gegen Altach zustande kam, war Ferdinand Feldhofer egal. „Hätten wir richtig schlecht gespielt, hätte ich es auch genommen“, schmunzelte der 45-Jährige, der jedoch gegen die Vorarlberger sowohl offensiv wie defensiv einige seiner Ideen gut umgesetzt wiedererkannte.

Dies war schon eine Woche davor gegen den LASK der Fall. „Aber da haben wir uns noch selbst das ‚Haxl‘ gestellt“, erinnerte Daniel Maderner, der diesmal per Elfmeter den Sieg sicherstellte und den neuen Trainer lobte: „Er gibt uns Ruhe und Sicherheit, dass wir aufs Feld gehen und nicht über irgendeinen Blödsinn nachdenken müssen, sondern einfach kicken. Was er vorgibt, funktioniert sehr gut.“

Feldhofer unterstrich, dass er schon unter seinen Vorgängern Gernot Messner und Rene Poms „viele positive Dinge“ gesehen habe. Alle seine Vorstellungen seien in der kurzen Zeit nicht sofort umsetzbar gewesen: „Aber das Allerwichtigste ist, dass wir alle zusammen im Verein, damit meine ich auch Mitarbeiter und Fans, in eine Richtung gehen. Das ist vielleicht der große Unterschied zu zuvor.“

Bei aller Freude über die drei Punkte gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf nahm Feldhofer sein Team in der Kabine sehr bodenständig wahr. Den Fokus zu halten, sei entscheidend: „Mental haben wir in den letzten drei Wochen gezeigt, dass wir bereit sind für diesen Fight. Wie es ausgeht, kann keiner sagen, aber ich bin felsenfest überzeugt, dass wir es schaffen, wenn wir so weitermachen.“

Nicht auf einen Lizenzentzug von Austria Klagenfurt verlassen

Mit Austria Klagenfurt wurde einem Mitbewerber in erster Instanz die Lizenz verweigert. Auf einen Klassenerhalt am „Grünen Tisch“ setzen die GAK-Spieler keineswegs. „Wir verlassen uns sicher nicht auf einen Senat oder ein Gericht. Wir wollen es sportlich schaffen, und ich bin auch fest überzeugt, dass wir es schaffen“, betont Maderner.

Florian Wiegele kennt die Situation aus dem Vorjahr beim DSV Leoben und warnt, dass alleine der Instanzenweg Zeit in Anspruch nimmt: „Damals haben wir die Zulassung in erster und zweiter Instanz nicht gekriegt, dann ist es noch vor Gericht gegangen. Das hat ewig gedauert. Darauf dürfen wir uns nicht verlassen.“