Rapid - Altach 1:0Erfolgreicher Einstand für Interimsduo Steffen Hofmann/Thomas Hickersberger

Rapid setzte sich im Spiel eins nach Dietmar Kühbauer vor eigenem Publikum mit 1:0 gegen Altach durch.

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SOCCER - BL, Rapid vs Altach
Rapid durfte einen Heimsieg bejubeln. © GEPA pictures
 

Die Premiere von Steffen Hofmann und Thomas Hickersberger als Interimstrainerduo von Rapid ist geglückt. Im ersten Spiel nach der Ära von Dietmar Kühbauer feierten die Hütteldorfer am Samstag einen 1:0-Heimsieg gegen SCR Altach und schafften vor den Sonntagspielen der 15. Runde in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf Rang fünf. Damit konnten auch die Fans zufriedengestellt werden, die aufgrund des Lockdowns ab Montag wohl zum letzten Mal vor Weihnachten ins Stadion durften.

Rechtsverteidiger Filip Stojkovic sorgte vor einer Minuskulisse von nur 8.900 Zuschauern dafür, dass Rapid nach zwei Pflichtspiel-Niederlagen auf die Siegerstraße zurückkehrte. Zu Hause wurde hingegen der Erfolgslauf fortgesetzt, da gab es im vierten Bewerbspiel in Folge drei Punkte. Damit glückte auch die Generalprobe vor dem Heimspiel gegen West Ham United in der Europa League, in dem im Aufstiegsrennen nur ein Sieg zählt. Nicht ins Gewicht fiel ein vergebener Elfmeter von Ercan Kara (85.) in Überzahl, da Noah Bischof in der 59. Minute nach VAR-Intervention des Platzes verwiesen wurde. Für den Vorletzten Altach, im "Hinspiel" noch 2:1-Sieger, war es die zweite Niederlage en suite.

In Rapids Startaufstellung gab es eigentlich keine Überraschung. In der Innenverteidigung rutschte erwartungsgemäß Martin Moormann ins Team, da mit Maximilian Hofmann ein weiterer Innenverteidiger (Corona-Kontakperson) passen musste. Die weiteren zwei Änderungen gegenüber dem 1:4 beim WAC betrafen die Stammspieler Maximilian Ullmann und Robert Ljubicic, die zurückkehrten. Bei den von Ex-Rapid-Trainer Damir Canadi gecoachten Altachern starteten mit Atdhe Nuhiu und Manuel Thurnwald zwei ehemalige Grün-Weiße.

Altach nach Rot für Bischof in Unterzahl

Hofmann hatte vor der Partie einen Sieg angekündigt und beinahe hätte ihm sein Team einen Traumstart beschert. Nach nicht einmal einer halben Spielminute scheiterte Taxiarchis Fountas zuerst an Tino Csasali, ehe der von Marco Grüll bediente Kara aus bester Position drüberschoss. Fountas prüfte Altachs Schlussmann zudem mit einem Fernschuss (14.). Der anfängliche Schwung war allerdings schnell wieder verflogen, die Wiener ließen den Ball meist in den eigenen Reihen gut laufen, ohne Torgefahr auszustrahlen. Es mangelte vor allem an den nötigen Ideen bzw. der Präzision im Passspiel.

Altach stand sehr tief, kam aber bei der einzigen Topchance vor der Pause beinahe zum Ausgleich. Bischof brachte den Ball an Paul Gartler vorbei, Moormann, der zuvor den Zweikampf verloren hatte, konnte seinen Fehler aber ausbessern, indem er kurz vor der Linie im Rutschen rettete (34.).

Auch nach dem Seitenwechsel verschliefen die Gäste den Beginn. Diesmal wurden sie nach etwas mehr als einer Minute dafür auch bestraft. Nach Fountas-Lochpass rollte Stojkovic den Ball ins lange Eck. Eine Galavorstellung der Heimischen folgte aber auch danach nicht. Das änderte sich auch nach einer nach Intervention des Video-Schiedsrichters gegebenen Roten Karte für Bischof, der im Strafraum hart gegen Gartler eingestiegen war, nicht wirklich. Fountas traf zwar die Außenstange (60.), sonst waren es aber die Vorarlberger, die trotz Unterzahl beherzt kämpften und dabei durchaus zumindest im Ansatz gefährlich wurden.

Erst im Finish hätte Rapid alles klarmachen können, nach Foul von Stefan Haudum an Thierno Ballo scheiterte aber Kara an Casali. Der Block West hatte trotzdem Grund zum Feiern, erstmals seit einiger Zeit wegen des Protests gegen die 2G-Regelung hatte es einen aktiven Support gegeben.

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