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EssayFranzobel: "Ein Geisterspiel ist wie ein Grillabend, bei dem es kein Fleisch gibt"

Geisterspiele im Fußball sind ein erster Schritt in Richtung Normalität, zwar nur ein kleiner für die Menschheit, aber ein großer für die Klubkassiere. Es geht um Fernsehgelder, also ums Überleben.

Jetzt beginnen die Geisterspiele auch in Österreich
Jetzt beginnen die Geisterspiele auch in Österreich © AP
 

Österreichische Politiker haben es gerade schwer. Wie Kindergartenpädagogen müssen sie von einem zum nächsten kreischenden Balg eilen, um die Schreihälse zu beruhigen. Zuerst drohten die Gastwirte an Gastritis zu vertrocknen, wenn sie weiter ohne Gäste sind, dann haben die Hoteliers geplärrt, die Friseure, Baumärkte, Kulturveranstalter und zuletzt die Sportfunktionäre. Alle haben die Windeln voll, wollen beruhigt werden. Die Politiker verteilen Zuckerl, doch das stillt nicht. Kaum sind die einen beruhigt, jammern andere: Warum dürfen die und wir nicht? Wieso reicht im Restaurant ein Meter Abstand, aber niemand darf ins Stadion? Was soll in einem Flugzeug anders sein als im Theatersaal? Orchester wollen wieder aufgeigen, Galerien vernissagieren und Visagisten Hornhäute schaben. Jeder hält sich für systemrelevant und will möglichst unbeschadet durch die Krise. Die Politik muss darauf achten, dass die Entmündigten nichts anstellen, sonst gibt es Flecken und Chaos: Superspreader, ein neues Ischgl und die zweite Welle.

Kommentare (2)

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gm72
0
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Na dann...

... gibt's halt einmal kein Fleisch. Is eh g'sünder.

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fans61
1
4
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Ganz meine Meinung

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