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Fußball-BundesligaNach Sperren: Österreichs Schiedsrichter hauen auf den Putz

Die Interessengemeinschaft der österreichischen Schiedsrichter kritisiert die Schiedsrichterführung und die Unprofessionalität in der höchsten Spielklasse.

Bernhard Brugger, IG-Pressesprecher und Ex-Schiedsrichter
Bernhard Brugger, IG-Pressesprecher und Ex-Schiedsrichter © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Wolfgang Jannach)
 

Die österreichische Fußball-Bundesliga ist erst vier Runden alt, dennoch sorgten einige Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern sowie strittige Situationen für Gesprächsstoff und Sanktionen. Nun meldet sich die Interessengemeinschaft der österreichischen Schiedsrichter zu Wort und übt ihrerseits Kritik. Sie weisen darauf hin, dass die Bundesliga-Referees unter massivem Druck stehen, da bereits zwei schwere Fehler pro Halbsaison eine Sperre nach sich ziehen. Diese "strengen Sanktionen ohne Videobeweis sind  unverhältnismäßig", heißt es in einer Aussendung.

"Wie aus internen Kreisen bekannt wurde, sind bereits nach wenigen Runden sechs Referees gesperrt, einige weitere sind angezählt und werden beim nächsten groben Fehler gesperrt, seitdem das Elite-Komitee Bewertungskriterien ansetzt, die keinesfalls dem Sinn und Geist der Auslegung von Spielregeln entsprechen können", wird IG-Pressesprecher und Ex-Schiedsrichter Bernhard Brugger zitiert.

Und weiter: "Denn nach zwei schweren Fehlern muss der betroffene Schiedsrichter pausieren - die Schwere des Fehlers beurteilt das Komitee, doch gerade die letzten Spielrunden haben gezeigt, dass gezeigte (Fehl-)Entscheidungen kontroversiell zu diskutieren sind. Anstatt sich schützend vor die heimischen Referees zu stellen und Entscheidungen aus dem 'Graubereich' unseren Referees - die ohne Videobeweis agieren - gutzuschreiben, holt die verantwortliche Führungsebene medial und intern kräftig aus, wirkt selbstgefällig und zu streng. Diese Herren haben ihre eigene, nicht immer rühmliche Schiedsrichter-Vergangenheit vergessen."

Doch damit nicht genug, holt Brugger weiter zum Rundumschlag aus und moniert, Österreich habe die Vorbereitung zur Einführung des Video-Schiedsrichters (VAR) verschlafen: "Seit Jahren wissen die Verantwortlichen, dass es den VAR in vielen europäischen Ligen - sogar in Tschechien und Polen - gibt und in Österreich wurde die Vorbereitung auf dessen Einsatz verschlafen. Solange es keinen VAR in Österreich gibt, können Referees nicht an UEFA-Bewerben teilnehmen, wo dieses System eingesetzt wird. Nun wälzt man national die Verantwortung für Fehler allein auf die Referees ab, die nun unter enormen Druck agieren, schnell gesperrt und medial an den Pranger gestellt werden”, ist Brugger wütend. “Das ist für mich eine Frechheit, wie sich die Verantwortlichen aus der Verantwortung stehlen und dann auch noch ihre eigenen Schiedsrichter medial nicht schützen, indem sie Aussagen treffen, die nur als medienwirksame Inszenierung einzustufen sind, aber keinem Referee Sicherheit und Vertrauen geben."

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Danke für Ihr Verständnis.

Flokemon
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Kein Wunder!

Wenn ich mir die Leistung eines Drachta am WE ansehe, dann muss ich mir als Schiri halt auch überlegen, ob ich nicht etwa dafür nicht geschaffen bin. Waren ja einige Sachen dabei, die keine Kleinigkeiten waren, sondern einfach gesehen werden müssen...

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SagServus
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Zumindest...

...hat Brugger recht was den VAR anbelangt.

Es ist beschähmend, dass man in Österreich wieder mal Jahre hinterherhinkt obwohl klar ist, dass nichts mehr am VAR vorbeikommt.

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Rick Deckard
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Mich wundert sowieso, wie man sich

das antut. Also Schiedsrichter.... Die Spieler verlieren Zweikämpfe, Pässe kommen nicht an, schießen zig mal daneben - aber wehe ein Schiedsrichter fällt 1 falsche Entscheidung! Ganz abgesehen von den Beschimpfungen...

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LaPantera69
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Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

Wie kann sich ein Brugger vor solchen selbstgefälligen, vor Arroganz nur so triefenden Schiedsrichtern, wie z.B. diesen Schüttengruber stellen, die permanent eine eigenwillige Regelauslegung praktizieren?

Es ist durchaus legitim Fehler zu machen, wenn man Manns genug ist, diese auch einzugestehen. Sich aber vor die Kamera zu stellen und ein Statement abzugeben, das einem trotzigen Kind entstammen könnte, ist letztklassig

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H260345H
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Gibt es überhaupt jemanden,

der SCHÜTTENGRUBER als SCHIRI für DICHT nimmt? NEIN, nicht zu erwarten!
Dessen merkwürdige Entscheidungen sorgen nahezu allwöchentlich für Aufregung und Unverständnis - ER gehört geschult, geschult, geschult, vorher hat er auf dem Feld nichts mehr zu suchen!

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KarlZoech
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Ich denke erstens, dass Herr Brugger schlicht richtig liegt.

Und ich denke auch, dass man froh sein kann, dass sich überhaupt noch jemand antut, Schiedsrichter zu werden. Man könnte denken, dass dazu ein gewisses Maß an Masochismus nötig ist....
Ich denke jedenfalls, Schiedsrichter/in zu sein, ist so ziemlich der undankbarste Job im Fußball!

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bertl2811
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@KarlZoech. Haben sie selbst Meisterschaft gekickt?

An Selbstgefälligkeit kaum zu überbieten. Arrogant und uneinsichtig sind die meisten dieser Herren. Es wird immer gesagt, dass die Schiedsrichter auch nur Menschen sind. Na klar sind sie das, aber wird das von ihnen dem Fußballer auch zugebilligt? Einmal eine verbale Kritik am Platz, weil man sich halt gar so ungerecht behandelt fühlt, natürlich subjektiv, aber auch menschlich und man bekommt "Gelb". Beim nächsten Mal darfst duschen gehen. Was mich aber am Meisten Ärgert ist die Uneinsichtigkeit. 5 Experten sagen, dass die Entscheidung falsch war, jeder Unwissende sieht das, doch der Schiri beharrt auch im Fernsehinterview darauf richtig entschieden zu haben. - Also mein Mitleid hält sich in Grenzen!

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KarlZoech
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@ bertl2811: Nein, ich habe nie Meisterschaft gekickt.

Steht mir trotzdem das Recht der freien Meinungsäußerung zu?

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bertl2811
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@KarlZoech. Meine Frage bzgl. "Kicken" war kein persönlicher Angriff.

Sie haben natürlich das Recht auf freie Meinung, rechtlich gesehen.
Bei der freien Meinungsäußerung ist das allerdings nicht so ganz unproblematisch. - Auch rechtlich gesehen. (siehe Wiederbetätigung usw.)
Ein Neonazi hat das Recht auf seine freie Meinung, diese jedoch zu äußern und dadurch zu verbreiten ist strafbar. - Nur als Beispiel.
Für mich stellt sich allerdings die Frage, wie Sie zu Ihrer Meinung gelangen, wenn Ihnen jegliche Erfahrungswerte fehlen. Dies verhält sich so wie in den letzten Jahren mit den Flüchtlingen. Da schreiben hunderte Leute deren Meinung (ob positiv od. negativ), aber fast keiner hat jemals einen Flüchtling gesehen oder pers. Erfahrungen gemacht. Die Meinung dieser Leute basiert alleine auf Informationen durch Dritte und wie es sich mit dem Spiel "Stille Post" verhält wissen wir alle aus der Schule. Daher frage ich mich, welchen Sinn Sie damit verfolgen Ihre Meinung über ein Thema zu äußern, wo Sie keine Erfahrungswerte besitzen.

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KarlZoech
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@ bertl2811: Meine Meinung ist die eines ganz gewöhnlichen passiven Fußballkonsumenten,

über die Jahre kam ich zur Ansicht, dass die Schiedsrichter - die ich nicht als fehlerlos ansehe - die die armen Hunde im Fußballsport sind.

Was Flüchtlinge anlangt, da habe ich meine persönliche Erfahrung, da ich mich auch in der Hilfe für Flüchtlinge engagiert habe.

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bertl2811
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@KarlZoech; Sie verstehen micht nicht.

Die Sache mit den Flüchtlingen, war nur eine Metapher! Ob Sie sich für oder gegen Flüchtlinge einsetzen interessiert hier zu diesem Thema, nicht. Ich habe das ausschließlich auf die Meinungsbildung aufgrund von Hörensagen bezogen.
Bezüglich Schiedsrichtern zu ihrer Information. Wenn ein Schiedsrichter so ein "armer Hund" wäre, warum macht er das dann. Warum macht er das dann über viele Jahre hinweg? Der Grund? - Er macht das nicht gratis. Fragen Sie einmal kleinere Vereine, wie leicht es denen fällt ein Schiedsrichterteam zu bezahlen. Bundesligaschiedsrichter verdienen nicht schlecht, bekommen Aufenthalt, Diäten bezahlt. Als Fifa-Schiri bist einen Tag früher am Austragungsaort um dem Platz zu inspizieren und schaust dir, so nebenbei die Gegend an. Das zahlt alles der Heimverein! Natürlich bekommen sie nicht so viel wie ein Fußballer, aber? Wenn ein Fußballer vorsätzlich von einem anderen schwer verletzt wird und der Schiri sieht das nicht, was passiert? - Nichts! Tatsachenentscheidung nennt man das dann. - Wenn ein Schiri einen Becher Bier auf den Rücken bekommt, was passiert dann? Fernsehbilder-Beweis, Zeugenaussagen usw.. Konsequenz?! Der Verein wird bestraft. Wo ist da die Relation? Wer ist da der "arme Hund"?

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bertl2811
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Ergänzung

Natürlich ist ein Schiedsrichter nicht unfehlbar. Das ist doch klar und jeder versteht das, doch wenn so ein Typ wie Manuel Schüttengruber eine krare Fehlentscheidung, die von allen Experten als soche Erkannt wurde, auch noch im Fernsehen verteidigt und absolut uneinsichtig ist, so ist die untragbar!!!

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bertl2811
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Sorry, einige Tippfehle, doch bin im Zeitdruck.

Hoffe trotzdem verständlich.

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joesiefee
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Ich verstehe sowieso nicht,

wieso der moderne Fussball noch ohne Videobeweis oder andere technische Hilfsmittel auskommt!
Jede Fernsehaufzeichnung mit Kameras aus den verschiedensten Blickwinkel und und in Slowmo deckt die Fehler der Schiedsrichter (und die sind auch nur Menschen) gnadenlos auf.
Es wird höchste Zeit für ein neues Regulativ!

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Eisapfel00
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Herr Brugger

Bitte nicht schon wieder- eine Frechheit Hr. Brugger.
Raus und schon können sie ein Spiel übernehmen.
Denn solch Fehler-das ist nicht mehr normal!

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H260345H
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Richtig, NICHT mehr NORMALE FEHLER!

WER schließt aus , dass so mancher Fehler gar kein Fehler ist, sondern "gewollter IRRTUM?" CUI BONO?

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