Das Gerücht, dass sich Rekordmeister Rapid mit der Verpflichtung des von Inter Mailand abgewanderten ÖFB-Rekordteamspielers Marko Arnautovic (125 Länderspiele, 41 Treffer) beschäftigt, schlug gewaltig ein, sorgte in Fußball-Österreich für nicht wenig Aufruhr. Beim offiziellen Trainingsstart unter Neo-Cheftrainer Peter Stöger am Montag wurde daraus mehr. Denn Stöger selbst bestätigte, dass man sich mit Arnautovic beschäftige. „Es ist ja klar, der Marko ist auf dem Markt. Da ist es smart, darüber nachzudenken“, sagte Stöger.
Der Trainer weiß aber auch, „dass er Optionen hat, die sich finanzieller Natur in ganz anderen Bereichen bewegen. Er muss eine Entscheidung treffen, in welche Richtung es geht, ein Jahr vor der WM und was für ihn Priorität hat.“ Dem Vernehmen nach soll Arnautovic, der gerade mit der Familie urlaubt, auch Angebote von Roter Stern Belgrad oder aus Saudi-Arabien auf dem Tisch haben. „Mit der Kohle werden wir ihn nicht locken können“, weiß auch Stöger, „aber vielleicht mit anderen Sachen, jeder hat so seine Stärken als Klub.“ Und eines ist, so Stöger sowieso unbestritten: „Dass er kicken kann, hat er gezeigt, dass er einen Mehrwert für die Mannschaft bieten kann, hat er auch gezeigt.“ Und somit sei „eine Idee zu haben grundsätzlich nicht verkehrt, wir sind aber noch weit, weit weg.“
Nach „Krankl-Schilling“ jetzt „Marko-Euro“?
Zudem, wie der Kurier berichtet, denken die Rapid-Fans über einen „Marko-Euro“ nach, der den Transfer finanziell leichter möglich machen soll. Es wäre ein echtes Kult-Revival. Denn 1981 führte Rapid den „Krankl-Schilling“ ein, um den damaligen Goalgetter zurück vom FC Barcelona nach Hütteldorf zu holen. Eintrittskartenpreise wurden damals um einen Schilling erhöht, um die Summe von neun Millionen Schilling aufzubringen.
Übrigens: Es wäre das zweite Arnautovic-Engagement beim SK Rapid. Denn 2003, im Alter von 14, wechselte er vom Austria-Nachwuchs bereits für ein Jahr in die Rapid-Talenteschmiede, ehe er zurück zu seinem Stammklub FAC und dann ins Ausland ging.