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Premier LeagueRassistische Beleidigungen überschatten Sieg von Chelsea

Beim Duell zwischen Chelsea und Tottenham kam es in der 18. Runde der Premier League erneut zu rassistischen Beschimpfungen in einem Fußball-Stadion. Das Spiel stand kurz vor dem Abbruch.

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Der Auslöser: Tottenhams Heung-Min Son (links) wird nach einer Tätlichkeit gegenüber Antonio Rüdiger vom Platz gestellt. © APA/AFP/ADRIAN DENNIS
 

Erneut wurde gestern ein Fußballspiel von rassistischen Beleidigungen überschattet. Beim Premier-League-Duell zwischen Tottenham Hotspur und Chelsea London wurde Antonio Rüdiger mehrfach von vereinzelten "Fans" der Heimmannschaft verunglimpft. Nach Rücksprache mit dem Kapitän der Gäste, Cesar Azpilicueta, veranlasste Schiedsrichter Anthony Taylor gemäß neuer UEFA-Vorgaben drei Stadiondurchsagen. "Tony ist zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass er rassistische Gesänge gehört habe", sagt Azpilicueta. "Ich habe das dann dem Schiedsrichter berichtet." Bei weiteren Vergehen hätte das Spiel abgebrochen werden können.

Die rassistischen Beschimpfungen und Gesten nahmen nach rund einer Stunde Spielzeit ihren Ursprung, als Tottenhams Heung-Min Son nach einer Tätlichkeit gegen Rüdiger mit Rot vom Platz gestellt wurde. Nach einem Foulspiel des deutschen Nationalteamspielers trat der am Boden liegende Südkoreaner nach Rüdiger, woraufhin der Innenverteidiger theatralisch zusammenbrach.

"Ich hasse Rassismus in der Gesellschaft, ich hasse Rassismus im Fußball. Ich bin enttäuscht, dass Sachen wie diese immer noch passieren können", äußerte sich Jose Mourinho, Trainer der Gastgeber, im Anschluss an die Partie. "Wir lagen zurück, deshalb wollte ich nicht, dass das Spiel unterbrochen wird. Aber nachdem ich den Grund erfahren hatte, habe ich es sofort verstanden und akzeptiert. Der Klub wird versuchen, das intern zu regeln."

"Wann hört dieser Unsinn auf?"

Auch Rüdiger selbst äußerte sich noch in derselben Nacht auf Twitter zu den Geschehnissen. "Es ist wirklich traurig, bei einem Fußballmatch wieder Rassismus zu sehen, aber ich denke, es ist sehr wichtig, darüber in der Öffentlichkeit zu sprechen. Wenn nicht, wird man es (wie immer) in wenigen Tagen vergessen haben." Rüdiger wolle nicht den gesamten Klub in die Situation mit hineinziehen, weil er wisse, dass es sich nur um ein paar Idioten handle. Zudem bedankt er sich bei den vielen Tottenham-Fans, die ihm über soziale Medien Zuspruch spendeten.

"Ich hoffe wirklich, dass die Personen rasch ausgeforscht und dementsprechend bestraft werden. Es ist beschämend, dass im Jahr 2019 Rassismus immer noch existiert. Wann hört dieser Unsinn auf?" Die Vereinigung der englischen Profi-Fußballer (PFA) hat nun die britische Regierung aufgefordert, das Problem Rassismus im Fußball zu untersuchen und Lösungen herbeizuführen. Chelsea gewann das Spiel letztendlich durch Tore des Brasilianers Willian mit 2:0. Chelsea blieb somit Vierter, Tottenham Siebter.

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buko
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Rassismus

Diese Idioten sterben nie aus,leider

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