Solche Dramen schreibt bekannterweise nur der Fußball. Eintracht Frankfurt stand im Achtelfinale der Europa League vor einem herzzerreißenden Elfmeterschießen. Nach dem 2:1-Sieg bei Betis Sevilla lagen die Deutschen zu Hause bis in die 120. Minute der Verlängerung mit 0:1 zurück. Nachdem die Auswärtstorregel abgeschafft wurde, sah alles nach einem entscheidenden Elfmeterschießen aus. Borja Iglesias brachte sein Team mit einem Treffer in der 90. Minute überhaupt erst in die Verlängerung.
Das Team von Oliver Glasner hatte in der Nachspielzeit der Verlängerung noch einen Freistoß zugesprochen bekommen. Filip Kostic zirkelten diesen zur Mitte, dort wartete ÖFB-Legionär Martin Hinteregger, der mit Guido Rodriguez kollidierte und so den Ball zum Jubel der Betreuer und Tausenden Fans ins Tor bugsierte.
Die Spanier protestierten zwar, der Schiedsrichter gab das Tor und sorgte so auch für die Bestätigung eines Rekords. Noch nie fiel in der Geschichte der Europa League ein Tor zu so später Zeit.