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Bayern-StarDavid Alaba wurde "von ein paar Aussagen verletzt"

In der Diskussion um eine Vertragsverlängerung von David Alaba beim FC Bayern wird die Wortwahl immer schärfer.

David Alaba
David Alaba trainiert bei den Münchnern, aber es brodelt © AFP
 

Nachdem Bayern Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Alaba-Berater Pini Zahavi am Sonntag als "geldgierigen Piranha" bezeichnet hatte, gab es am Montag eine deftige Replik von George Alaba, dem Vater des österreichischen Fußball-Teamspielers.

Alaba senior zeigte sich erbost über die Hoeneß-Aussage im TV-Sender "Sport1", wonach Zahavi eine zweistellige Millionensumme als Honorar für eine Verlängerung verlange. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut. Zu behaupten, dass wir wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung kommen, ist eine von diesen dreckigen Anschuldigungen. Und das alles nur, weil wir die von ihnen vorgelegten Zahlen nicht akzeptieren. Wir haben unsere eigenen Vorstellungen", sagte George Alaba gegenüber Sky.

Auch Zahavi selbst nahm auf Sky zu den Hoeneß-Vorwürfen Stellung. "Ich habe zu keinem Zeitpunkt detailliert über eine etwaige Provisionszahlung mit den Bayern-Verantwortlichen gesprochen. Das einzige Mal, dass dieses Thema auf den Tisch kam, war bei unserem Treffen in Lissabon. Dort fragte mich Hasan Salihamidzic (Anm.: Bayern-Sportdirektor), wie ich mir das vorstellen würde. Ich sagte ihm, dass wir zunächst an einer Einigung mit dem Spieler arbeiten sollten, ich aber nicht mehr als das Übliche fordern werde. Ich will nicht mehr bekommen, als andere Berater, die von Bayern Provisionszahlungen erhalten haben. Wir haben bisher nicht über Zahlen gesprochen."

Am Montagabend hat auch David Alaba selbst zu den Diskussionen um seine stockende Vertragsverlängerung Stellung genommen. "Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird. Daher haben mich ein paar Aussagen und Berichte der letzten Wochen verwundert und durchaus auch verletzt", sagte der ÖFB-Internationale der "Bild"-Zeitung.

Zeitnahe Lösung gewünscht

Außerdem meinte der Wiener: "Viele Dinge, die im Moment geschrieben und gesagt werden, stimmen einfach nicht und entsprechen nicht der Wahrheit. Ich möchte allen Beteiligten eine öffentliche Diskussion ersparen, auch wenn nicht alle Details bekannt sind."

Alaba wünscht sich nach eigenen Angaben "zeitnah eine Lösung, damit der Club, die Verantwortlichen, meine Mitspieler, aber auch die Fans wissen, woran sie sind". Der 28-Jährige betonte noch einmal seine Zuneigung zum FC Bayern. "Dieser Club ist für mich nicht irgendein Verein, er ist Zuhause, Familie und Heimat. Seit zwölf Jahren trage ich das legendäre rote Trikot, und das habe ich jeden einzelnen Tag mit Hingabe, Stolz und Leidenschaft getan und tue das auch immer noch."

Kommentare (10)

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einmischer
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Einfache Lösung

Zukünftig sollten sich die großen Vereine darauf einigen, daß nur mehr mit dem Spieler persönlich verhandelt wird.
Sollte sich dieser zeittechnisch oder intellektuell dazu außerstande fühlen, soll er die Beraterprovision selber zahlen.
Würde zwar ein paar Jahre dauern, und nicht alle Clubs würden mitziehen, aber in ein paar Jahren wäre der Fußball von diesen "Zwischenhändlern" nicht mehr so abhängig.
Denn was da zur Zeit abgeht ist für den Sport Selbstmord mit Anlauf

georgXV
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???

wenn ich es richtig sehe, so wurde Pini Zahavi von der Familie Alaba verpflichtet.
Warum sollte jetzt der FC Bayern sein Honorar (= mindestens 20% der gesdamten Vertragssumme) bezahlen ?
Ich würde sagen, auch hier gilt das Bestellerprinzip.

habatech
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Hoeneß

Abgesehen mal davon, dass solche Summen aberwitzig hoch sind., bezeichnet derjenige, der wegen Steuerhinterziehung von ca 28 Mio. Euro eine Gefängnisstrafe ausgefasst hatte, einen ehrlichen harten Verhandler als geldgierigen Piranha. Nicht schlecht......

LuisGolf
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Hirn...

... in den Beinen, der Vater auch keine Leuchte, was will man da erwarten? Und Schuld sind all jene die Samstag die Stadien füllen, wie sonst könnte man diese Horror Summen bezahlen für die selbsternannten Superstars?

einmischer
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LuisGolf

Aus dem Kartenverkauf kann man diese Horror Summen sicher nicht bezahlen.

tintifax
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Geld ...

... verdirbt die Welt. Wieder mal ein dreckiges Beispiel dafür ...

tannenbaum
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Spieler,

die jede erdenkliche Ausrede suchen, um nicht im Nationalteam spielen zu müssen, haben für mich sowieso jede Achtung verloren!

Lodengrün
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Gefühlt wird

da nichts mehr draus, und wenn, ist das einst so schöne Verhältnis nachhaltig gestört. Auch wenn Papa Alaba jetzt unflätig Radau macht, um was ging es? Schlicht und ergreifend war das der Familie Alaba an Zahlen nicht genug. Und wie viel Bayern zahlen wollte wissen wir.

Kristianjarnig
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@Lodengrün...

....Fußball interessiert mich zwar nicht im Geringsten(so wie der Rest der "Brot und Spiele Unterhaltungen") aber die Headline hat mich doch dazu veranlaßt mal hinzuklicken. Mea culpa.

Aber - Sie haben vollkommen recht - Verhandlungen über Medien zu führen führt zu abgebrannten Brücken die man nie mehr aufbauen kann. Somit hat sich der gute Mann(und sein Vater) wohl um zig (unverdiente - soviel ist kein Mensch wert, sorry) Millionen gebracht die die Bayern, schließlich kein Wald und Wiesen Verein der sogar mir bekannt ist, für diesen Spieler bereit waren zu zahlen.

Corona verlangt von uns allen Opfer, viele mußten Gehaltseinbußen hinnehmen, einige sogar den Jobverlust akzeptieren. Das scheint bei den "Gladiatoren" noch nicht angekommen zu sein das die Zeiten auch für sie härter werden(ohne brot nützen die Spiele auch nichts mehr).

Uezze
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Größenwahn

In Zeiten wie diesen (ohne Zuschauer und Aussicht auf Besserung) so die Bodenhaftung zu verlieren, dazu gehört schon eine gehörige Portion Selbstüberschätzung. Ich würde ihn anstelle Bayerns schnellstmöglich zum T...... jagen. Die Mannschaft wird ohne Alaba sicher nicht schlechter.