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Champions-League-Quali20 gute Minuten reichten Salzburg zum Sieg

20 gute Minuten nach der Halbzeitpause reichten Salzburg um sich bei Maccabi Tel Aviv 2:1 durchzusetzen. Dominik Szoboszlai und Masaya Okugawa erzielten die Tore beim wichtigen Auswärtssieg am Weg in die Champions League.

Patson Daka spielte unauffällig, holte aber den Elfmeter heraus, der zum Ausgleich führte
Patson Daka spielte unauffällig, holte aber den Elfmeter heraus, der zum Ausgleich führte © AFP
 

Den Auftakt in das Champions-League-Playoff bei Maccabi Tel Aviv hat sich Österreichs Serienmeister Salzburg wohl ganz anders vorgestellt. Das Spiel war noch keine zehn Minuten alt, führten die Israeli nach einem Tor von Dan Biton 1:0. Die Viererkette der Salzburger stand hoch, das Mittelfeld übte auf Passgeber Eylon Haim Almog viel zu wenig Druck aus - und der Steilpass kam perfekt.

Und auch in der Folge war Salzburg nicht zu erkennen: Keine Intensität in den Zweikämpfen, kein Tempo in der Ballzirkulation. Das Ergebnis waren keine ernst zu nehmenden Einschussgelegenheiten und schöne Ballstaffetten der Gastgeber, die aufgrund von Corona-Erkrankungen auf neun Spieler verzichten mussten und dementsprechend ersatzgeschwächt auftraten.

Stimmen nach dem Spiel

Jesse Marsch (Salzburg-Trainer): "Es war ein richtig harter Kampf für uns. Kompliment an den Gegner, er hat richtig gut gespielt. Wir waren uns schon vor dem Spiel sicher, dass es gegen den Gegner nicht einfach sein wird. Der Sieg, besonders nachdem wir 0:1 hinten waren, ist sehr wichtig für uns. Am Ende war es eine gute Leistung in dieser Hitze und gegen einen guten Gegner. Es ist aber erst Halbzeit, wir haben noch viel zu tun. Die Führung mit zwei Auswärtstoren ist aber sehr wichtig für uns."

Giorgios Donis (Maccabi-Trainer): "Ich sehe es nicht als verpasste Chance. Wir können sagen, wir haben gut gespielt gegen ein gutes Team. Wir wollten kämpfen und die Partie nicht verlieren. Ich bin trotzdem glücklich über die Leistung meiner Spieler. Sie haben alles in jeder Phase des Spiels gegeben. Wir müssen daran glauben, dass in Salzburg noch etwas möglich ist und mit Selbstvertrauen antreten und unseren Club auf die bestmögliche Art und Weise repräsentieren."

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Was auch immer Jesse Marsch in der Kabine zu seinen Spielern gesagt hat, es fruchtete. Auf einmal waren die Bullen griffig, aggressiv in den Zweikämpfen, ständig die Tiefe attackierend. Und es dauerte keine fünf Minuten, ehe Dominik Szoboszlai den Ausgleich erzielte. Patson Daka war nach solchen Lauf in die Tiefe im Strafraum gefoult worden, der Ungar war vom Elfmeterpunkt bombensicher. Und in Minute 57 kippte die Partie dann vollends: Sekou Koita, in der Pause für Mergim Berisha ins Spiel gekommen, brachte von außen Masaya Okugawa schön ins Spiel.

Champions-League-Qualifikation: Die besten Bilder von Salzburgs Sieg bei Maccabi Tel Aviv

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Warum auch immer: Salzburg hörte in der Folge wieder auf, Druck auf den Gegner auszuüben, versuchte den Ball laufen zu lassen - was den Salzburgern nicht stand. Maccabi Tel Aviv ließ in der Folge die eine oder andere hochkarätige Torchance liegen und auch Salzburg ließ Sitzer aus oder scheiterte am starken Maccabi-Torhüter Daniel.

Damit hat Salzburg vor dem Rückspiel am Mittwoch in Salzburg eine hervorragende Chance, sich erstmals für die Gruppenphase der Champions League zu qualifizieren. Als die Bullen im Vorjahr in dieser standen, waren sie nämlich fix dabei. Bei elf Versuchen, sich zu qualifizieren, sind die Bullen elf Mal gescheitert - im zwölften Versuch soll es nun gelingen.

Champions League: Chronologie des Salzburger Scheiterns

Nachdem sich Red Bull Salzburg in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde der Saisn 2006/2007 gegen FC Zürich durchgesetzt hat (1:2, 2:0) war gegen den spanischen Vertreter FC Valencia Endstation. Zu Hause konnten sich die Bullen noch mit 1:0 durchsetzen. In Valencia siegten die Spanier mit 3:0.

Aufstellung in Valencia: Ochs - Bodnar, Dudic, Linke, Vargas - Aufhauser, Carboni, Kovac, Pitak, Tiffert - Orosz

(c) AP (FERNANDO BUSTAMANTE)

Ähnliches Bild in der Saison 2007/2008. In der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League war gegen Ventspils noch alles gut. 3:0 auswärts, 4:0 zu Hause ergibt ein Gesamtscore von 7:0. Gegen Shaktar Donezk war in der dritten Qualifikationsrunde wieder Schluss. Ein 1:0-Sieg in der Heimat war nicht genug. Auswärts verloren die Salzburger eine Woche später mit 3:1.

Aufstellung in Donezk: Ochs - Meyer, Miyamoto, Sekagya, Steinhöfer - Aufhauser, Carboni, Kovac, Leitgeb, Vonlanthen - Zickler.

(c) AP (EFREM LUKATSKY)

In der Saison 2009/2010 ging es eine Runde weiter. In der zweiten Qualifikationsrunde konnten Bohemians knapp aber doch (1:1, 1:0) besiegt werden. Ähnlich knapp aber erfolgreich ging es in der dritten Runde gegen Dinamo Zagreb (1:1, 1:2). Gegen Maccabi Haifa war in der vierten Runde der Qualifikation aber Schluss. Zu Hause verloren die Bullen mit 1:2, auswärts setzte es eine 3:0-Pleite.

Aufstellung in Haifa: Gustafsson - Dudic, Opdam, Schiemer, Ulmer, Svento - Cziommer, Ilsanker, Leitgeb, Tschoyi - Janko

(c) EPA (GEORG HOCHMUTH)

In der Saison 2010/2011 wurde in der zweiten Qualifikationsrunde HB Torshavn eliminiert (5:0, 0:1). Gegen Omonia Nikosia hatten die Bullen in der dritten Runde auch noch das bessere Ende für sich (1:1, 4:1). Gegen Hapoel Tel Aviv war dann aber Schluss. Zu Hause verloren die Salzburger mit 2:3, auswärts war ein 1:1 zu wenig.

Aufstellung in Tel Aviv: Tremmel - Afolabi, Schwegler, Sekagya, Svento - Leitberg, Mendes da Silva, Pokrivac - Ngwat-Mahop, Wallner, Zarate.

(c) AP (Tara Todras-Whitehill)

Das einzige peinliche Ausscheiden der Bullen gab es in der Saison 2012/2013. Gegen F91 Düdelingen konnte man sich in der zweiten Qualifikationsrunde nicht durchsetzen. Auswärts verloren die Salzburger mit 0:1. Aufgrund der Auswärtstorregel war der 4:3-Erfolg zu Hause zu wenig.

Aufstellung in Salzburg: Gustafsoon - Schwegler, Ilsanker, Hinteregger, Ulmer - Teigl, Leitgeb, Hierländer, Mendes Da Silva, Jantscher - Maierhofer

(c) dapd (Andreas Schaad)

In der Saison 2013/2014 spielte man in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul. Ein 1:1 zu Hause war zu wenig, weil die Salzburger in Istanbul mit 3:1 verloren.

Aufstellung in Istanbul: Gulasci - Klein, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Meilinger, Kampl, Ilsanker, Mané - Alan, Soriano

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

In der Saison 2014/2015 konnten sich die Salzburger in der 3. Qualifikationsrunde gegen Qarabag Agdam durchsetzen. Nach einer 1:2-Niederlage auswärts, setzten sich die Salzburger zu Hause mit 2:0 durch. Gegen Malmö FF schaute es nach dem Heimspiel auch nicht schlecht aus. Ein 2:1 - mit Last-Minute-Tor von Forsberg nach einem Missverständnis zwischen Gulasci und Schiemer - reichte aber nicht, weil sich die Schweden in Malmö mit 3:0 durchsetzten.

Aufstellung in Malmö: Gulasci - Schwegler, Ilsanker, Ramalho, Hinteregger - Kampl, Leitgeb, Keita, Bruno - Alan, Soriano

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Ein Jahr später - dritte Qualifikationsrunde, und wieder war Malmö FF der Gegner. Eine noch bessere Ausgangssituation - die Salzburger gewannen 2:0 - änderte am Ergebnis in Schweden nichts. Red Bull Salzburg verlor abermals mit 3:0.

Aufstellung in Malmö: Stankovic - Schmitz, Paulo Miranda, Hinteregger, Ulmer - Pires, Keita, Berisha, Leitgeb, Atanga - Oberlin

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

So knapp gescheitert wie in der Saison 2016/2017 sind die Bullen aus Salzburg nie. Makellos in den ersten Runden, mit dem 1:1 in Zagreb eine hervorragenden Ausgangssituation für das Rückspiel im eigenen Stadion. Und alles lief bis zur 87. Minute nach Plan. Da wurde die Salzburger Führung egalisiert, in der fünften Minute der Verlängerung folgte die Entscheidung. Salzburg hatte nämlich nichts mehr entgegenzusetzen.

Aufstellung in Salzburg: Walke; Schwegler, Caleta-Car, Hinteregger, Ulmer; Bernardo, Laimer; Lazaro, Berisha, Wanderson; Soriano

APA/KRUGFOTO

Die sensationelle Europa-League-Saison der Salzburger wurde erst durch ein frühes Scheitern in der Champions League Qualifikation ermöglicht. Gegen Hibernians FC gaben sich die Bullen keine Blöße, mussten sich dann aber Rijeka in zwei Spielen geschlagen geben ohne besiegt worden zu sein. Das 0:0 in Kroatien war nämlich zu wenig, nachdem die Salzburger zu Hause 1:1 spielten.

Aufstellung in Rijeka: Walke; Lainer, Paolo Miranda, Caleta-Car, Ulmer; Yabo, Samassekou, Minamino, Berisha; Hwang, Dabbur

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Kommentare (3)

Kommentieren
ktm250
1
4
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Und es dauerte keine 5 Minuten ...

... ehe Dominik Szoboszlai die Salzburger in Führung brachte.

Kann so ja nicht ganz stimmen, wenn bereits 1:0 im Rückstand ;-).
Dann wohl eher ehe D.S. den Ausgleich für die Salzburger herstellte.

Man hilft wo man kann.

levis555
21
4
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Dass die Landbomeranze diesen doch nicht so wirklich germanischen Namen beinahe

fehlerfrei schreibt, ist bemerkenswerter als das Ergebnis...

Landbomeranze
0
17
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Ich würde sagen, Stankovich hat die

Bullen im Spiel gehalten.